Regierungskritischer Journalist nach Streit über Fußballspiel ermordet

9. August 2015, 17:05
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Alijev schrieb anschließend, Hüseynov wisse sich nicht zu benehmen und solle nicht an europäischen Fußballspielen teilnehmen

Baku – Der Streit über eine politische Botschaft im Rahmen eines Fußball-Spiels hat offenbar zum Tod eines Journalisten aus Aserbaidschan geführt.

Nach einer Prügel-Attacke durch Unbekannte starb der Foto- und Videojournalist Rasim Alijev im Krankenhaus. Zuvor hatten die unbekannten Männer ihn wegen eines Facebook-Kommentars über ein Spiel zweier Mannschaften aus Zypern und Aserbaidschan kontaktiert. Das sagte die Schwester des Journalisten den lokalen Medien.

Gabala FK gegen Apollon Limassol

Der Journalist hatte das Verhalten des aserbaidschanischen Stürmers Cavid Hüseynov kritisiert, der nach dem Spiel seines Klubs Gabala FK gegen Apollon Limassol aus Zypern die türkische Flagge schwenkte und damit mit Blick auf den Zypernkonflikt provozierte.

Objektive Ermittlungen

Alijev schrieb anschließend, Hüseynov wisse sich nicht zu benehmen und solle nicht an europäischen Fußballspielen teilnehmen. Vor seinem Tod soll Alijev zunächst am Telefon beleidigt und später persönlich zu einer Aussprache gebeten worden sein.

"Ich kam alleine, es waren fünf oder sechs Männer, sie haben mich sofort angegriffen", gab Alijev an. Später starb er auf der Intensivstation, nachdem sein Zustand sich rapide verschlechtert hatte. Aserbaidschans Regierung teilte anschließend mit, es würden "objektive Ermittlungen" eingeleitet. (sid/red, 9.8.2015)

  • Luka Milivojevic  VS. Cavid Hüseynov – Juni 2015.
    foto: ap/ronald zak

    Luka Milivojevic VS. Cavid Hüseynov – Juni 2015.

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