86 Flüchtlinge in Lkw bei St. Pölten entdeckt

8. August 2015, 10:37
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Schwangere wurde ins Krankenhaus gebracht – Schlepper lief davon

St. Pölten – In einem Lkw auf der Westautobahn (A1) bei St. Pölten sind am Samstag 86 Flüchtlinge entdeckt worden. Es habe sich um Frauen, Männer und Kinder gehandelt, teilte die Landespolizeidirektion NÖ mit. Eine Schwangere wurde umgehend in ein Krankenhaus gebracht. Der Schlepper lief davon.

Nach Polizeiangaben war die Anhaltung des Lkws im Bereich der Raststation Völlerndorf, wenige Kilometer westlich von St. Pölten, erfolgt. Die erschöpften Flüchtlinge verschiedener Nationalitäten wurden in Zusammenarbeit mit der Bezirksstelle Melk des Roten Kreuzes versorgt. Nach dem flüchtigen Schlepper wurde gefahndet.

Weitere Flüchtlinge

Am Freitag hat die Polizei eine Gruppe von Flüchtlingen mit Babys und Kleinkindern aus Syrien in einem Waldstück nahe der Autobahnabfahrt Allhaming (Bezirk Linz Land) aufgegriffen. Die sechs Erwachsenen hatten vier Jugendliche sowie zehn Minderjährige – darunter vier Babys – bei sich, teilte die Polizei mit.

Die Gruppe gab an, dass sie von einem Schlepper zu der Stelle gebracht worden sei. Er habe ihnen beim Aussteigen gesagt, dass sie schon in Deutschland seien. Die Menschen wurden vom Roten Kreuz mit Wasser versorgt und ins Polizeianhaltezentrum gebracht. Die Gruppe habe keinen Asylantrag gestellt, hieß es bei der Polizei.

Im Bezirk Schärding erwischte die Polizei bei einer Routinekontrolle auf einem Parkplatz in Esternberg im Bezirk Schärding einen Schlepper aus Ungarn. Der 44-jährige Mann hatte in seinem Auto mehrere Personen, die er nach Deutschland bringen wollte. Der Mann war geständig und wurde auf freiem Fuß angezeigt, hieß es bei der Polizei. Die Flüchtlinge – eine Familie mit einem Kind und zwei Männer – wurden zur Polizeiinspektion Schärding gebracht. (APA, 8.8.2015)

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