Gute Woche – Schlechte Woche: Wespe, Gelse, Eierschwammerl

8. August 2015, 09:00
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Gute Woche

Neulich hat der Nachbar im Ort nach einem Imkeranzug gefragt. Er wollte im Garten gleich neben der Hängematte eine dringende Arbeit mit Benzin erledigen. Der Wespe und ihren Freunden im Erdloch daneben geht es nämlich zu gut. Das Umblättern der Zeitung, ein Biss in das Brickerl, ja selbst das friedliche Schnarchen nach einem Mittagsgetränk mache sie derart aggressiv, dass sie auf Kampfmodus schalten und Angriffe im Pulk fliegen.

foto: apa/dpa/peer grimm

Als militärische Berater haben sich die Erdwespen Gelsen geholt. Sie führen das Teufelswerk bei Einbruch der Dunkelheit weiter und saugen noch dazu Blut. Die Wespen hacken sich derweil daheim mit Zuckerwasser weg. Party, Party.

foto: apa-foto: peter foerster

Auch der Maulwurf macht im Garten die Nacht zum Tag. Er steht leider unter Naturschutz. Wenn du mich fragst: Die spinnen doch alle in Brüssel!

foto: dpa-zentralbild/patrick pleul

Schlechte Woche

Die Theorie, dass ein milder Winter und ein feuchtes Frühjahr einen prächtig guten Sommer für Eierschwammerln und Herrenpilze bedeutet, kann nicht weiter untermauert werden. Wenn es im Wald nicht nach einem Regenguss zwischendurch wie in einem Hamam dampft, bleiben die Rhizome lieber unter sich und unter der Erde. Es ist zu trocken, selbst das Moos staubt.

foto: apa/fohringer

Nach einem starken Start im Frühling ist nun auch die in Nahrungsketten selten vorkommende Nacktschnecke aus dem Garten verschwunden.

foto: dpa/ebner

Ätschibätsch, blöd gelaufen, wobei man sagen muss, dass es für vom Kummer reichlich verwöhnte Gärtner nur wenig Unterschied macht, ob auf dem Salat eine proteinhaltige Beilage sitzt oder dieser von der Sonne versengt wird. Das einzig Gute: So ein richtiger Gemüsetiger ist man eh nie gewesen. (schach, 8.8.2015)

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