Das Megabeben in Nepal kommt wohl erst noch

9. August 2015, 18:34
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Das Beben vom 25. April hatte die Stärke 7,8, aber auch eine günstige Besonderheit

Washington/London – Erst vor wenigen Tagen sind in Nepal 20 weitere Leichen des Erdbebens gefunden worden, das die Himalajaregion am 25. April mit der Stärke 7,8 erschütterte.

Dass es nicht mehr als rund 8.900 Tote gab, verdankte sich einer Besonderheit des Bebens, behaupten Forscher im Fachmagazin "Science": Es setzte erst nach zwei Sekunden voll ein, und die hochfrequenten Wellen gelangten nicht bis zur Oberfläche. Stattdessen gab es langsame Bebenwellen, die vor allem hohe Gebäude einstürzen ließen.

In einer anderen Studie im Fachblatt "Nature Geoscience" warnen Seismologen vor einem Megabeben, das in der Region noch zu erwarten sei: Das Beben habe nur eine Verhakung der beiden hier aneinandergrenzenden Kontinentalplatten auf der Länge von 140 Kilometern gelöst, 800 Kilometer stünden noch unter Spannung. (tasch, 9. 8. 2015)

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