Firmenpleite: BER droht weitere Verzögerung

7. August 2015, 15:18
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Flughafen-Chef lässt Folgen für Eröffnungszeitraum prüfen

Berlin – Die Insolvenz einer wichtigen Bautechnikfirma bringt den Zeitplan zur Fertigstellung des Berliner Pannenflughafens BER womöglich noch einmal durcheinander. Es sei aus Sicht der Betreibergesellschaft "klar", dass die Pleite der Firma Imtech Auswirkungen auf die Planungen zum Abschluss der baulichen Arbeiten im März 2016 haben werde, erklärte Flughafenchef Karsten Mühlenfeld am Freitag in Berlin.

Teile der Belegschaft des Unternehmens seien bereits am Freitag nicht mehr auf der BER-Baustelle erschienen. Eine Taskforce solle nun klären, "ob und inwieweit" die Pleite Auswirkungen auf die angepeilte Eröffnung in der zweiten Jahreshälfte 2017 habe.

Neue Vorwürfe

Der Vorsitzende des BER-Untersuchungsausschusses im Berliner Abgeordnetenhaus, Martin Delius (Piraten), warf der Flughafengesellschaft Versäumnisse vor. Die Betreibergesellschaft hätte bereits Anfang des Jahres die Abhängigkeiten des BER-Baus von der unter Korruptionsverdacht stehenden Firma Imtech prüfen müssen, sagte Delius im RBB-Inforadio. Nun sei es "viel zu spät". Die Insolvenz gefährde den Zeit- und Kostenplan für den Flughafenbau. Auch die Linken-Abgeordnete Jutta Matuschek sagte, sie halte den Zeitplan "inzwischen für akut gefährdet".

Imtech ist die deutsche Tochter von Royal Imtech N.V. Sie ist Zulieferer für die Brandschutzanlage des BER und am künftigen Hauptstadtflughafen für Elektroarbeiten, Heizung, Sanitär und Lüftung zuständig. Das Unternehmen soll in einen mutmaßlichen Korruptionsfall am BER verwickelt sein. (APA/AFP, 7.8.2015)

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