Volksbank Wien: Donnerbauer Aufsichtsratschef

7. August 2015, 14:43
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Die Volksbank Wien-Baden hat sich schon neu aufgestellt, auch an der Spitze des Aufsichtsrates gibt es eine Rochade

Wien – Etwas mehr als einen Monat nachdem das problembehaftete Volksbanken-Spitzeninstitut ÖVAG zerschlagen und die "guten" Teile auf die Volksbank Wien-Baden übergingen, hat sich die Volksbank Wien-Baden schon neu aufgestellt. Nach einer Sonderhauptversammlung am Freitag wurde auch eine Rochade an der Spitze des Aufsichtsrats bekannt gegeben. Neuer Aufsichtsratsvorsitzender ist jetzt Heribert Donnerbauer. Er ist seit 2012 Präsident des Genossenschaftsverbandes.

Donnerbauer löst an der Spitze des Aufsichtsratsgremiums den Wirtschaftsprofessor Leo Chini ab. Chini war seit Anfang März Aufsichtsratspräsident gewesen. Er legt sein Mandat zurück und scheidet aus dem Aufsichtsrat aus, hieß es in einer Bankaussendung.

Am Freitag hat sich das neue Spitzeninstitut der Volksbanken auch einen neuen Namen gegen: Aus der bisherigen "Volksbank Wien-Baden AG" wird die "Volksbank Wien AG". Im täglichen Gebrauch war Volksbank Wien aber schon lang gebräuchlich.

Fusionen und Kapitalerhöhungen

In der Hauptversammlung ging es außerdem um Fusionen. Es wurde die Übernahme regionaler Volksbanken im Osten Niederösterreichs auf den Weg gebracht. Gebilligt wurde die Einbringung der Geschäftsbetriebe der Volksbank Ost und der Volksbank Obersdorf-Wolkersdorf-Deutsch-Wagram in die Volksbank Wien. In der Folge stehen hier noch weitere Fusionen an.

Damit sind Kapitalerhöhungen verbunden. Mit der Einbringung der Volksbank Ost und der Volksbank Obersdorf-Wolkersdorf-Deutsch-Wagram wird das Volksbank-Wien-Kapital um 13,4 Mio. Euro (davon Volksbank Ost: 11,1 Mio. Euro und Volksbank Obersdorf-Wolkersdorf-Deutsch-Wagram: 2,3 Mio. Euro) auf nun 107,5 Mio. Euro erhöht.

Der neue Aufsichtsrat besteht neben dem Vorsitzenden Donnerbauer aus Susanne Althaler, Franz Gartner, Martin Holzer, Markus Hörmann, Rainer Kuhnle, Johannes Linhart, Harald Nograsek, Monika Wildner und Otto Zeller.

Die alte ÖVAG bzw. der nach der ÖVAG-Zerteilung verbliebene Abbauteil wird bis 2017 in der teilstaatlichen Bad Bank Immigon abgewickelt. (APA, 7.8.2015)

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