"Der Susan-Effekt": Kommende Katastrophen

10. August 2015, 10:19
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Peter Høegs neuer Roman ist eine Synthese aus Horror, Psychothriller, Verschwörungen und fantastischen Elementen

Es war einmal ein sauberer, kleiner Staat mit glücklichen Kühen. Bis Krimi-Autoren dagegen anschrieben, denn: Es ist etwas faul im Staate Dänemark. Peter Høeg, der dazumal mit Fräulein Smillas Gespür für Schnee Aufsehen erregte, ist kein Mann fürs Grobe. Sein neuer Roman ist eine Synthese aus Horror, Psychothriller, Verschwörungen und fantastischen Elementen. Fantastisch, das ist die Reaktion der Menschen: Wenn sie die Erzählerin Susan treffen, sind sie zur Aufrichtigkeit verdammt.

Das klingt harmlos, doch die Familie, Susan, Laban und die Zwillinge werden aus einer prekären Situation gerettet. Es ist ein Tauschgeschäft mit geheimen Mächten des Staates: Die Physikerin Susan soll ein Protokoll der Sitzung einer "Zukunftskommission" beschaffen. Die katastrophalen Ergebnisse werden unter Verschluss gehalten und die, die etwas wissen, leben nicht lange. Es ist ein unheimlicher Text, dessen Inhalt im Kontrast zu der schönen Sprache und der Gelassenheit der Protagonistin steht. Ein Hybrid mit Langzeitwirkung. (Ingeborg Sperl, Album, 8.8.2015)

Peter Høeg, "Der Susan-Effekt". Dt. von Peter Urban-Halle. € 22,60 / 396 Seiten. Hanser, München 2015

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