Immofinanz stößt Logistikportfolio ab

7. August 2015, 10:20
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Gewerbeimmobilienkonzern will sich auf Einzelhandel und Büros konzentrieren

Wien – Die börsennotierte Immofinanz stellt ihr Logistikportfolio, also rund 8 Prozent ihres gesamten Immobilienvermögens, zum Verkauf. Der Konzern will sich eigenen Angaben von heute, Freitag, zufolge künftig auf Geschäfts- und Büroimmobilien in den Kernmärkten Österreich, Deutschland und Polen beschränken.

"Wir planen, das Portfolio auf die Kernkompetenzen Einzelhandel und Office zu konzentrieren und die Wettbewerbsposition der Immofinanz in diesen Bereichen weiter auszubauen", teilte Unternehmenschef Oliver Schumy mit. Das Logistikportfolio umfasse eine vermietbare Fläche von rund 1 Million Quadratmeter. Die Objekte befinden sich großteils in Deutschland, Polen, Ungarn, Slowakei, Rumänien und Russland. Der Verkaufsprozess sei bereits eingeleitet worden.

Die Immofinanz sei mit dem Geschäftsgang in ihrer Logistiksparte sehr zufrieden, betonte Schumy. Die führenden Mitbewerber sind dem CEO zufolge aber mittlerweile fast zehn Mal so groß, sodass die Immofinanz in ihrer Kernregion keine führende Stellung erlangen könne.

Portfolio-Änderung

Nach der Veräußerung der Logistikimmobilien wird das Portfolio des Konzerns zu 48,8 Prozent aus Retail (Einzelhandel) und zu 43,7 Prozent aus Office bestehen. Weitere 7,5 Prozent entfallen auf sonstige Immobilien. Die Selfstorage-Kette City Box in den Niederlanden sowie Wohnimmobilien und ein Hotel in Wien seien bereits verkauft worden.

Von ihrem Anteil am Wohnimmobilienkonzern Buwog will sich die Immofinanz ebenfalls noch im laufenden Geschäftsjahr 2015/16 trennen. Mit dem bei den Verkäufen eingenommenen Geld plant das Unternehmen Zukäufe und eigene Projektentwicklungen von Einzelhandels- und Büroimmobilien. Im Projektentwicklungsbereich belaufe sich das geplante durchschnittliche Investitionsvolumen aus heutiger Sicht auf 300 Mio. Euro jährlich.

"Das Wachstum zielt auf eine Steigerung der nachhaltigen Profitabilität sowie auf eine gleichmäßigere Verteilung des Portfolios zwischen West- und Osteuropa ab", so Schumy. Derzeit befänden sich rund 32 Prozent der Immofinanz-Immobilien in Österreich und Deutschland sowie 68 Prozent in Osteuropa (inklusive Moskau). (APA, 7.8.2015)

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