Erste Group muss weniger für faule Kredite zur Seite legen

7. August 2015, 14:04
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Erste bis Juni mit 487 Millionen Euro Gewinn – Prognose für Kreditabschreibungen für das Gesamtjahr zurückgenommen

Wien – Erste-Bank-Chef Andreas Treichl wollte am Freitag nicht ausschließen eine Bank in Rumänien mit griechischen Eigentümer zu kaufen, falls sich die Möglichkeit ergebe. In Rumänien gibt es drei Banken, die in griechischem Besitz sind.

Dass Institute am Markt wären, höre man aber nur aus Gerüchten. Offiziell stehe in Rumänien keine griechische Bank zum Verkauf. Die Erste Group besitzt in Rumänien die Großbank BCR (Banca Comerciala Romana).

Nach dem Rekordverlust von 1,44 Mrd. Euro strich die Erste Group für 2014 die Dividende. Nach der Bereinigung von Altlasten und "stark verbesserter Profitabilität" im bisherigen Jahresverlauf dürfen sich die Aktionäre für 2015 auf wieder auf eine Dividende freuen.

Bei der jahrelang defizitären Tochter in Ungarn erwartet Treichl im zweiten Halbjahr den Turnaround. Für einen Gewinn im Gesamtjahr wird es sich dort aber noch nicht ausgehen. Gewinne liefern soll die Erste Bank Hungary aber 2016, wurde betont. Der Einstieg des Staates und der EBRD mit jeweils 15 Prozent soll ebenfalls noch heuer über die Bühne gehen.

Der Bestand an notleidenden Kredit sank per Ende Juni auf 10,1 Mrd. Euro, das waren 7,7 Prozent des Bruttokreditbestands, "und damit auf den besten Wert seit Dezember 2010". Zum heurigen Halbjahresgewinn von 487,2 Mio. Euro hätten alle Märkte beigetragen, ausgenommen wieder Ungarn. (cr, 7.8.2015)

  • Erste Group-Chef Andreas Treichl kann sich freuen.
    foto: reuters/heinz-peter bader

    Erste Group-Chef Andreas Treichl kann sich freuen.

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