Im Jemen entführte Französin wieder frei

7. August 2015, 14:16
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Prime war Ende Februar in Sanaa verschleppt worden

Paris/Sanaa – Eine im Februar im Jemen entführte Französin ist befreit. Isabelle Prime befinde sich im Schutz französischer Einheiten, teilte der Elyseepalast am frühen Freitagmorgen in Paris mit. Sie werde in den kommenden Stunden nach Frankreich zurückkehren. Am Nachmittag war sie zunächst im Oman angekommen, wie die staatliche Nachrichtenagentur Ona meldete.

Die 30 Jahre alte Prime, die für eine US-Firma an einem Weltbank-Projekt gearbeitet hatte, und ihre jemenitische Übersetzerin waren Ende Februar in Jemens Hauptstadt Sanaa verschleppt worden. Die Stadt wird von den schiitischen Huthi-Rebellen beherrscht, die gegen Anhänger des nach Saudi-Arabien geflohenen Übergangspräsidenten Abd Rabo Mansour Hadi kämpfen.

Hollande um Hilfe gebeten

Die Übersetzerin hatte nach ihrer Freilassung im März davon berichtet, schlecht behandelt und geschlagen worden zu sein. Prime hatte in einem im Mai auf der Plattform YouTube hochgeladenen Video den französischen Präsidenten Francois Hollande um Hilfe bei ihrer Befreiung gebeten.

Entführungen von Ausländern sind im Jemen weitverbreitet. In früheren Fällen waren Stämme oder der lokale Ableger des Terrornetzwerks Al-Kaida beteiligt, die Lösegeld oder Zugeständnisse der Regierung erpressen wollten. (APA, 7.8.2015)

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