IS soll nahe Kairo einen Kroaten entführt haben

6. August 2015, 14:57
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Außenministerin Pusic will nach Kairo reisen – IS droht mit Tötung der Geisel

Zagreb – Kroatien bemüht sich um die Rettung eines ihrer Staatsbürger, der in Ägypten von der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) als Geisel gehalten wird. Außenministerin Vesna Pusic, die in Kontakt mit ihrem ägyptischen Amtskollegen sei, werde deshalb nach Kairo reisen, hieß es am Mittwoch aus dem kroatischen Außenamt.

"Die kroatische Regierung und das Außenministerium unternehmen alles, um die Situation, in der sich der kroatische Staatsbürger T.S. befindet, möglichst bald zu lösen", hieß es aus Zagreb. In einem angeblich von der Terrormiliz am Mittwoch veröffentlichten Video hatte die IS mit der Tötung des entführten Kroaten gedroht. Sie fordert von der ägyptischen Regierung, innerhalb von 48 Stunden eingesperrte muslimische Frauen freizulassen. Ansonsten werde der Mann getötet.

Der 31-jährige Kroate, der in Ägypten bei einem französischen Unternehmen beschäftigt ist, war Ende Juni entführt worden, was von kroatischen Behörden auch bestätigt wurde. Die veröffentlichten Initialen des Mannes stimmen mit dem im Video genannten Namen überein. (APA, 6.8.2015)

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