Der Wespe ein Schnippchen schlagen

6. August 2015, 13:17
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Eine Expertin gibt Tipps im Umgang mit einer gefräßigen und hektischen Zeitgenossin, der Vespula vulgaris

Ab August wird Essen im Freien zunehmend zur Nervenprobe. Nicht nur für Insektengiftallergiker. Denn die "Gemeine Wespe", auch Vespula vulgaris genannt, fliegt auf Süßes. Egal ob Obst, Kuchen, Eis, Limonaden und Fruchtsäfte: Nichts ist vor ihr sicher.

Hin und wieder schneidet sie sich mit ihren Mundwerkzeugen ein Stückchen vom Steak ab. – Dieser Happen ist für den Nachwuchs bestimmt , der Proteine braucht und deshalb mit Fleischfasern gefüttert wird.

"Bloß nicht pusten"

Doch wie hält man die fliegenden Störenfriede fern? "Bloß nicht pusten, wenn eine Wespe im Anflug ist", rät Eva Goris von der Deutschen Wildtier Stiftung in Hamburg. "Denn das Kohlendioxid in der Atemluft macht die hungrigen Insekten aggressiv."

Es gilt: Ruhe bewahren, denn entgegen ihres schlechten Rufs sind Wespen weitgehend friedfertig. Eine wirksame Waffe gegen die hektischen Zeitgenossen: Basilikum. "Denn den Duft dieser Gewürzpflanze finden Wespen widerlich", sagt die Expertin.

Ein weiterer Tipp: "Laden Sie Wespen ganz gezielt ein. Wenn Sie in gebührendem Abstand einen 'Wespen-Tisch' decken, lenken Sie die Insekten ab und haben ihre Ruhe." Außerdem: "Wespen lieben Weintrauben. Damit lassen sie sich friedlich stimmen", sagt Goris.

Drei Grundregeln

Beim Anflug von Wespen sind generell drei Grundregeln zu beachten: Nicht nach Wespen schlagen, keine hektischen Bewegungen machen, Tiere nicht zerquetschen. Denn auch tote Wespen können stechen: Durch einen Reflex wird das Gift weiter aus dem Stachel gepumpt.

Ihr schlechtes Image haben Wespen übrigens zu Unrecht: Immerhin halten Wespen dem Menschen viele Plagegeister vom Leib. So schleppen sie viele Insekten, zum größten Teil Fliegen, Blattläuse und andere Schädlinge als Nahrung ins Wespennest. Außerdem helfen sie bei der Bestäubung von Blüten und sind ein beliebtes Vogelfutter. (red, 6.8.2015)

  • Ungebetener Gast bei Picknicks und Grillereien: Die Wespe
    foto: apa/dpa/peer grimm

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