Krebs und Glyphosat: Efsa-Bewertung dauert bis November

6. August 2015, 12:35
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Die Krebsforschungsagentur IARC der WHO hält das Herbizid nach Auswertung zahlreicher Studien für wahrscheinlich krebserregend

Parma – Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa) nimmt sich mehr Zeit für ihre Bewertung einer neuerlichen Zulassung des Unkrautvernichters Glyphosat, der unter Verdacht steht kanzerogen zu sein. Die Einschätzung werde Ende Oktober oder Anfang November und nicht wie ursprünglich vorgesehen bis 13. August abgegeben, sagt ein Efsa-Sprecher.

Grund für die Verschiebung ist der in der vergangenen Woche vorgelegte offizielle Bericht der Krebsforschungsagentur IARC der Weltgesundheitsorganisation WHO. Sie hält das Mittel nach Auswertung zahlreicher Studien für wahrscheinlich krebserregend. Dies solle in die Bewertung mit einbezogen werden, ergänzt der Efsa-Sprecher.

Glyphosat zählt zu den weltweit am meisten eingesetzten Herbiziden. Die Genehmigung in der Europäischen Union läuft Ende 2015 nach zehn Jahren aus, über eine Erneuerung muss die EU-Kommission entscheiden. Die Efsa-Empfehlung nimmt dabei einen zentralen Stellenwert ein. (APA, 6.8.2015)

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