Hiroshima: Katastrophale Folgen für die Gesundheit

6. August 2015, 11:42
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Laut dem Internationalen Roten Kreuz müssen heute noch Tausende wegen strahlenbedingter Gesundheitsschäden behandelt werden

Hiroshima/Genf – 70 Jahre nach den Atombombenabwürfen auf Japans Städte Hiroshima und Nagasaki leiden noch immer viele Überlebende an den langfristigen Folgen der Verstrahlung. Allein in den japanischen Krankenhäusern des Roten Kreuzes seien Tausende in Behandlung, erklärte das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) anlässlich des 70. Jahrestages des Bombenabwurfs auf Hiroshima.

Zwei von drei Opfern sterben an Krebs, berichtet die Hilfsorganisation weiter. "Selbst nach so vielen Jahrzehnten sehen wir weiterhin die katastrophalen Gesundheitsfolgen, die durch den Abwurf der Nuklearwaffen auf diese beiden Städten verursacht wurden", sagt IKRK-Präsident Peter Maurer. "Was könnte es für ein überzeugenderes Argument für die vollständige Abschaffung von Nuklearwaffen geben, insbesondere da die meisten Bomben in den Arsenalen der atomar bewaffneten Staaten heute gewaltiger und zerstörerischer sind?"

Körperliche und psychische Schäden

Heute gibt es noch fast 200.000 Überlebende der Atombombenabwürfe der Amerikaner auf Hiroshima am 6. August 1945 und drei Tage später auf Nagasaki. Tausende von ihnen müssten auch in den kommenden Jahren wegen strahlenbedingter Gesundheitsschäden behandelt werden. Auch jene Überlebenden, die körperlich gesund seien, leiden heute noch unter den psychischen Folgen der Bombardierungen.

Das japanische Rote Kreuz betreibt in Hiroshima seit 1956 Krankenhäuser zur Behandlung der Bomben-Opfer. Seit 1969 auch in Nagasaki. Die Atombombenabwürfe auf beide Großstädte waren der erste und bisher einzige Einsatz von Atomwaffen in einem Krieg. (APA/dpa, 6.8.2015)

  • Am 6. und 9. August jähren sich heuer zum 70. Mal die Atombombenabwürfe von Hiroshima und Nagasaki in Japan.
    foto: reuters

    Am 6. und 9. August jähren sich heuer zum 70. Mal die Atombombenabwürfe von Hiroshima und Nagasaki in Japan.

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