Festnahme nach Mord an kritischem Reporter in Mexiko

6. August 2015, 10:52
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Verdächtiger soll Fingerabdrücke am Tatort hinterlassen haben

Mexiko-Stadt – Nach dem Mord an dem regierungskritischen Pressefotografen Ruben Espinosa in Mexiko hat die Polizei einen Verdächtigen festgenommen. Die Ermittler seien auf den Mann anhand seiner Fingerabdrücke gestoßen, die am Tatort gefunden wurden, sagte Staatsanwalt Rodolfo Ríos Garza am Mittwoch. Der Verdächtige sei vorbestraft.

Folterspuren und Schusswunden

Die Leiche von Espinosa war gemeinsam mit vier toten Frauen am Wochenende in einer Wohnung in Mexiko-Stadt entdeckt worden. Alle Opfer wiesen Folterspuren und eine Schusswunde am Kopf auf. Der 31-Jährige hatte vor allem über soziale Proteste berichtet. Zuletzt war er im Bundesstaat Veracruz bedroht worden und deshalb in die Hauptstadt geflohen.

Internationaler Druck

Der Mord an dem Fotografen hatte Empörung ausgelöst und die gefährliche Lage für Journalisten in Mexiko weltweit in den Fokus gerückt. Unter internationalem Druck hatten die mexikanischen Behörden in einem ähnlichen Fall vor einigen Jahren allerdings vorschnell den angeblichen Täter präsentiert, an dessen Schuld es bis heute erhebliche Zweifel gibt. (APA/dpa, 6.8.2015)

  • 5. August – Mexiko: Trauerversammlung vor dem Gebäude vor dem Ruben Espinosa ermordet aufgefunden wurde.
    foto: reuters/edgard garrido

    5. August – Mexiko: Trauerversammlung vor dem Gebäude vor dem Ruben Espinosa ermordet aufgefunden wurde.

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