Ukraine pocht auf Schuldenerlass

6. August 2015, 10:46
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Im Kampf gegen die Pleite bleiben die Ukraine und die Gläubiger auf Konfrontationskurs, die Zeit wird knapp

Kiew/London – Im Kampf gegen eine Staatspleite wird für die ukrainische Regierung die Zeit knapp. Sie warnte Privatgläubiger am Mittwoch, dass bis Anfang kommender Woche ein Abkommen über eine Umschuldung geschlossen sein müsse. Ansonsten könne die Ukraine nicht die Bedingungen für ein Hilfspaket des Internationalen Währungsfonds (IWF) erfüllen.

Die Regierung hat wiederholt vor einem Zahlungsstopp gewarnt, wenn es nicht bald eine Einigung mit den Gläubigern gibt.

In den Gesprächen geht es um Auslandsschulden in Höhe von 23 Milliarden Dollar (21,1 Milliarden Euro). Die Regierung in Kiew hat einen Schuldenerlass von 40 Prozent gefordert. Die Gläubiger haben nach Reuters-Informationen angeboten, nur auf fünf Prozent zu verzichten. Einem Insider zufolge soll dies aber nicht gelten, wenn die Wirtschaft wieder in Gang kommt.

Jahrelange Misswirtschaft, Korruption und der Konflikt mit prorussischen Separatisten im Osten des Landes haben die Ukraine an den Rand der Staatspleite getrieben. Sie muss Ende August Zinsen an Investoren zahlen. Am 23. September laufen dann Anleihen im Volumen von 500 Millionen Dollar aus. (APA, 6.8.2015)

  • Eine Friedenstaube wurde noch nicht losgeschickt.
    foto: apa/naupold

    Eine Friedenstaube wurde noch nicht losgeschickt.

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