Das Nobelpreisträger-Ranking des 21. Jahrhunderts

6. August 2015, 05:30
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USA haben seit 2000 die meisten Laureaten hervorgebracht – Stanford University ist erfolgreichste Institution

London – In einem vom Magazin "Times Higher Education" erstellten Ranking der Wissenschaftsnobelpreisträger seit dem Jahr 2000 liegen erwartungsgemäß die USA an erster Stelle – deutlich vor Japan und Großbritannien. Die Einzelinstitution mit den meisten Laureaten aus Physik, Chemie, Medizin oder Wirtschaft ist die Stanford University. Österreich rangiert bei null.

Die Zählmethode

Für die Auswertung wurden sämtliche Nobelpreisträger in den Kategorien Medizin, Physik, Chemie und Wirtschaft seit dem Jahr 2000 herangezogen, Literatur- und Friedensnobelpreisträger dagegen (wegen meist fehlender Zuordnung zu einer Hochschule bzw. Forschungseinrichtung) nicht berücksichtigt.

Die Laureaten wurden dann jener Einrichtung zugerechnet, an der sie zum Zeitpunkt der Preisvergabe beschäftigt waren. Für das Ranking wurde dann eine Gewichtung vorgenommen – je nachdem, ob bzw. mit wie vielen Forschern anderer Institutionen der Preis geteilt wurde. Gerade in den Wissenschaftskategorien werden Nobelpreise oft an Trios vergeben.

Die erfolgreichsten Nobelpreisproduktionsstätten

Insgesamt gibt es seit 2000 146 Nobelpreisträger – für Platz eins in der Institutionen-Rangliste reichten Stanford schon sieben Laureaten bzw. ein gewichteter Score von 3,16. Auf den Plätzen zwei bis acht folgen mit der Columbia, der University of California in Berkeley, Princeton, der University of Chicago, dem Howard Hughes Medical Institute, der University of California in Santa Barbara und dem Massachusetts Institute of Technology ebenfalls lauter US-Einrichtungen.

Die beiden einzigen nicht-amerikanischen Institutionen in den Top Ten sind das Technion – Israel Institute of Technology sowie die deutsche Max-Planck-Gesellschaft.

Die Herkunftsländer

71 der 146 Laureaten seit dem Jahr 2000 sind US-Amerikaner. Die meisten Nobelpreise erringen sie in der Wirtschaft (34 Prozent). Zwölf Preisträger sind Briten, wobei drei Viertel dieser Auszeichnungen in der Medizin errungen wurden. Die Stärke der Japaner (13 Preisträger) und Deutschen (sieben) liegt dagegen jeweils in der Physik (jeweils rund die Hälfte der Preise). Die Israelis punkten vor allen in der Chemie (vier von fünf Nobelpreisen).

Österreichische Einrichtungen bzw. Wissenschafter haben seit 2000 keinen Nobelpreis in Medizin, Physik, Chemie oder Wirtschaft errungen. (red/APA, 5. 8. 2015)

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