Bis zu 250.000 Flutopfer in Burma

5. August 2015, 16:08
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Mindestens 69 Menschen ums Leben gekommen – Etliche Landesteile von Umwelt abgeschnitten

Rangun – Von bis zu 250.000 Flutopfern gehen die Behörden in Burma aus, das in den vergangenen Tagen von starkem Monsunregen und damit einhergehenden Überschwemmungen und Erdrutschen betroffen war. Mindestens 69 Menschen sind ums Leben gekommen, in einigen Landesteilen ist der Verkehr und die Versorgung mit Trinkwasser und Elektrizität zusammengebrochen.

Besonders stark wurde der Westen des Landes in Mitleidenschaft gezogen, berichtete Ärzte ohne Grenzen. In der Stadt Minbya fanden mehr als 4.000 Menschen, die ihre Bleiben verloren hatten, in Klöstern vorübergehendes Obdach. "Die gesamte Stadt ist überflutet – Schulen, Krankenhäuser, alles", teilte eine Mitarbeiterin der NGO mit.

Viele von der Außenwelt abgeschnitten

Die Regierung, UN-Organisationen und lokale NGOs setzen nun alles daran, die Flutopfer mit Nahrungsmitteln, Trinkwasser, Medikamenten, Zeltplanen und Moskitonetzen zu erreichen. In den stärksten betroffenen Regionen des Landes sind viele Gemeinden noch immer von der Außenwelt abgeschnitten. Burmesische Fluglinien unterstützen den Hilfseinsatz mit kostenlosen Lufttransporten in Gebiete, die über Straßen derzeit nicht erreichbar sind. Um die Nothilfe aufrechterhalten zu können, benötigt das UN-Welternährungs-Programm WFP dringend zusätzliche Finanzmittel.

Auch in Vietnam, Indien und Pakistan kam es infolge des heftigen Monsunregens zu Überschwemmungen. Insgesamt dürften in Asien mehr als 300 Personen in den Sturzfluten umgekommen sein. (APA, 5.8.2015)

  • Ein 70-jähriger Mönch inmitten eines überfluteten Klosters in Nyaung Don am Mittwoch.
    foto: apa/epa/lynn bo bo

    Ein 70-jähriger Mönch inmitten eines überfluteten Klosters in Nyaung Don am Mittwoch.

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