Ansichtskarten: Eine amüsante Reise ins Gestern

Ansichtssache5. August 2015, 15:00
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Insgesamt 75.000 Ansichtskarten wurden im Rahmen des Projekts "Ansichtskarten Online" aus dem Bestand der Österreichischen Nationalbibliothek ÖNB gescannt und katalogisiert. Nun kann man die digitalen Kleinodien auf dem neuen Onlineportal "AKON" abrufen, am Computer speichern, in sozialen Netzwerken teilen oder sogar über die Plattform Touchnote kostenpflichtig in gedruckter Form verschicken. Besonders empfehlenswert: Die Karten wurden auch auf einer interaktiven Weltkarte am jeweiligen Ort eingezeichnet.

Die Auswahl beinhaltet Ansichtskarten aus allen Teilen der Erde, von den Anfängen der illustrierten Postkarte Ende des 19. Jahrhunderts bis in die frühen 1940er-Jahre. Der Schwerpunkt liegt in Europa (73.161 Ansichtskarten), gefolgt von Asien (599) und Amerika (488). Allein für Österreich wurden 44.159 Ansichtskarten ausgewählt, wobei der Spitzenreiter Niederösterreich mit 17.790 Karten ist.

Wir haben eine Auswahl von Ansichtskarten aus Urlaubsorten zusammengestellt, die schon damals bei österreichischen Urlaubern beliebt waren (und heute noch sind) – auch wenn man manche davon jetzt kaum mehr wiedererkennen würde. (red, 5.8.2015)

Diese Postkarte aus dem Jahr 1930 zeigt das Seebad Neusiedl am See, im Hintergrund könnte ein Vorläufer der Mole West zu sehen sein. Der Slogan "Das Meer der Wiener" soll einem Burgenländer eingefallen sein.

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Das damals sehr mondäne Abbazia, heute Opatja, auf einer Ansichtskarte aus dem Jahr 1913. Zu sehen ist laut Aufdruck der Südstrand mit Hotel Bellevue.

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Kaum zu glauben, wie sich Pörtschach am Wörthersee verändert hat. Damals, 1912, war das Seeufer fast überall noch frei zugänglich ...

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... ebenso wie am Attersee, wie diese Postkarte mit einsamem Kirchlein aus dem Jahr 1906 belegt.

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Den beginnenden Massentourismus in Rimini kann man auf dieser Urlaubsansichtskarte von 1936 nur erahnen.

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Am Strand von Lignano schaut's 1932 noch recht gemütlich aus.

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Was waren das für Zeiten: Am Bodensee waren 1927 noch Dampfschiffe unterwegs. Die idyllische Kulisse bildet der Hafen von Lindau.

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Der Strand von Nizza auf einer undatierten Postkarte: Von Bettenburgen und Hochhäusern war damals noch keine Spur, dafür diese formschönen Umkleidekabinen.

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Dass der Bodensee auch einen auf Meer machen kann, beweist dieses Foto – auch wenn man nicht mehr weiß, wann es genau aufgenommen wurde.

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Auch diese Szene aus dem Jahr 1916 würde man nicht zwangsläufig am Balaton vermuten.

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Schon 1909 waren die Adriastrände besonders bei Familien mit Kindern beliebt – zumindest für die, die sich damals einen Urlaub in Grado leisten konnten.

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