Spielerschwund bei "World of Warcraft": Nur noch 5,6 Millionen Abonnenten

Bericht5. August 2015, 11:24
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Abozahlen erreichen Tiefpunkt – Gesamtumsätze weiterhin am Steigen

Es ist nicht ungewöhnlich, dass die Abonnentenzahl von Onlinegames eine zeitliche Instabilität aufweist. Im Falle des Kassenschlagers "World of Warcraft" ist aktuell jedoch der bisherige Tiefstand erreicht worden. Konnte der Titel im ersten Quartal 2015 noch 7,1 Millionen Spieler aufweisen, tummelten sich Ende Juni nur noch 5,6 Millionen Teilnehmer auf Azeroth. Diese Informationen lassen sich einem aktuellen Finanzbericht von Activision Blizzard entnehmen.

Die Gesamtumsätze steigen aber durch den Erfolg von anderen Titeln wie "Hearthstone", "Heroes of the Storm", oder "Destiny" weiter an. Das Action-Rollenspiel "Diablo 3" wurde bisher rund 30 Millionen Mal verkauft.

Neues Add-on soll's richten

Mit einer neuen Erweiterung, die am 6. August um 18 Uhr auf der Gamescom in Köln vorgestellt wird, sollen wieder mehr Spieler zurück an Bord geholt werden. Dabei wäre es nicht das erste Mal, dass ein Add-on für höhere Abonnentenzahlen sorgt.

Das Prinzip hat sich mit dem im November 2014 erschienenen "Warlords of Draenor" bereits kurzfristig rentiert. Mit einem Anstieg auf zehn Millionen Spieler sorgte es für den größten Zuwachs seit Jahren. Der Höchststand belief sich übrigens auf zwölf Millionen und konnte Ende 2010 erreicht werden.

Neben neuen Erweiterungen soll zudem auch der kommende "Warcraft"-Film alte und neue Spieler begeistern. Dieser wird voraussichtlich 2016 in den Kinos erscheinen.

blizzard

Weitere zehn Jahre "WoW"

Auf der Nerdtacular haben einige Entwickler von Blizzard auch über die Zukunft des Onlinerollenspiels gesprochen. Das Game ist seit mehr als zehn Jahren auf dem Markt, weitere zehn sollen folgen.

Chris Metzen, der stellvertretende Kreativchef, wünscht sich dafür einen ähnlichen Verlauf wie bei "Dungeons & Dragons". Demnach soll es noch lang verfügbar sein und erweitert werden. Das Spiel laufend mit neuen Inhalten zu versorgen sei aber schwierig. Es ist, "als würde man ein Auto bauen, während man bereits auf der Autobahn damit fährt", so Metzen.

Wie viele Abonnenten bis dahin noch übrig bleiben und ob es noch große Erweiterungen geben wird, bleibt abzuwarten. (lmp, 5.8.2015)

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