UPC Mobile lockte bisher nur 4.900 Mobilfunkkunden

5. August 2015, 10:21
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Provider gab Quartalszahlen bekannt – weniger TV-Kunden, mehr Telefonanschlüsse

Seit Dezember 2014 versucht sich der Kabelprovider UPC in Österreich auch als Mobilfunker. Der Start ging ohne große Kampagne und ohne Kampftarife über die Bühne. Das spiegelt sich nun in den Kundenzahlen wider, die erstmals präsentiert wurden. Lediglich 4.900 Mobilfunkkunden konnte UPC bisher mit seinem Angebot locken.

Mehr Internet- und Telefonanschlüsse

Im zweiten Quartal verzeichnete UPC eine positive Bilanz mit einem Umsatz von 82,7 Millionen Euro – ein Angstieg von 1,8 Prozent. Die veränderte Mediennutzung kommt allerdings auch beim Unternehmen an: Bei Fernsehkunden gab es einen Rückgang. Wie hoch das ausfällt, wird nicht verraten. Bei Internetanschlüssen legte man um 6.000 auf 475.000 zu. Ein Plus gab es auch bei Telefonanschlüssen um 5.000 auf 375.000 Anschlüsse – also ein höherer Zuwachs als insgesamt Mobilfunkkunden.

In Zukunft will das Unternehmen seine Palette noch weiter ausbauen. Im Interview mit dem STANDARD sagte UPC-Chef Eric Tveter, dass man im kommenden Jahr den bereits in der Schweiz gestarteten Netflix-Konkurrenten MyPrime nach Österreich bringen werde. Zudem will man mit Wi-Free ein österreichweites kostenloses WLAN für die eigene Kundschaft aufziehen. In Graz wurde dazu vor kurzem ein Pilotprojekt gestartet.

Zusammenlegung

Vor einem Jahr wurden die Ländergesellschaften von UPC in Österreich und der Schweiz zusammengelegt. Den Anstieg des Quartalsergebnisses sieht man bei UPC als Bestätigung, dass die neue Struktur aufgeht. Allerdings ist damit auch ein Sparprogramm verbunden. Bis 2018 sollen nun insgesamt 250 Stellen wegfallen, wie im Februar bekannt wurde. (Birgit Riegler, 5.8.2015)

  • Vor einem Jahr wurden die Ländergesellschaften von UPC in der Schweiz und in Österreich zusammengelegt.
    foto: apa/keystone/steffen schmidt

    Vor einem Jahr wurden die Ländergesellschaften von UPC in der Schweiz und in Österreich zusammengelegt.

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