Nach Cecils Tod: Mehr als 780.000 Euro für Tierschützer

5. August 2015, 08:20
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Nordamerikanische Airlines befördern keine Jagd-Trophäen mehr

London – Nach dem Tod des berühmten Löwen Cecil bei einer Jagd in Simbabwe haben die Wildtier-Forscher der Universität Oxford, die der Fährte des Tieres über Jahre gefolgt waren, Spenden in Höhe von umgerechnet mehr als 780.000 Euro erhalten.

Mit dieser "großartigen Unterstützung" werde sich das Forschungsteam künftig noch mehr für den Erhalt der Löwen im Hwange-Nationalpark und Umgebung einsetzen, bedankte sich am Dienstag der Leiter des Forschungszentrums Wildcru, David Macdonald, bei den Spendern.

Weltweite Betroffenheit

Die weltweite Betroffenheit über Cecils Geschichte gehe über das tragische Schicksal eines einzelnen Löwen hinaus, fügte der Forscher hinzu: "Sie sendet ein Signal, dass den Menschen der Erhalt der Arten am Herzen liegt. (...) Uns inspiriert diese Unterstützung."

Der 13-jährige Cecil war Anfang Juli von einem US-Touristen auf Großwildjagd in Simbabwe erlegt worden. Die vermutlich illegale Jagd hatte weltweit für Empörung gesorgt. Die Regierung in Harare verlangt von den USA die Auslieferung des Jägers.

Nach den großen US-Fluglinien Delta und American beschlossen am Dienstag auch die Airlines United Continental und Air Canada, keine Jagdtrophäen bestimmter großer Wildtiere mehr als Fracht zu befördern. Der Paketdienst UPS wollte sich diesem Schritt allerdings nicht anschließen.

Viele Dinge, die transportiert würden, könnten für Kontroversen sorgen, das hänge von der jeweiligen Öffentlichkeit ab, teilte das Unternehmen mit. Es betonte allerdings, dass jegliche versendeten Güter legal sein müssten. (APA/AFP, 5.8.2015)

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