Katzian fordert 1.700 Euro Mindestlohn

4. August 2015, 19:35
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GPA-Chef: Untergrenze soll in Kollektivverträgen festgelegt werden

Wien – Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Privatangestellten – Druck, Journalismus, Papier (gpa-djp), Wolfgang Katzian, fordert einen Mindestlohn von 1.700 Euro. Die Marke soll in den Kollektivverträgen als Untergrenze verankert werden, nicht in Form eines gesetzlichen Mindestlohns, sagte er zur "Presse".

Derzeit gelte bereits für 80 Prozent der Angestellten eine Grenze von 1.500 Euro, wie Katzian – der auch Chef der Sozialdemokratischen Gewerkschafter (FSG) ist – zur "Presse" sagte. Seine aktuelle Forderung sei die logische Antwort auf zunehmende Kritik aus der ÖVP, wonach der Unterschied zwischen der Höhe der Mindestsicherung (derzeit für Alleinstehende knapp 828 Euro netto) und niedrigen Aktiveinkommen nicht ausreichend sei.

Reaktion auf Schelling

"Wenn es welche gibt, die meinen, diese Differenz ist zu gering, muss man schauen, dass wir den Mindestlohn erhöhen", sagte Katzian zur "Presse". Zuletzt hatte vor allem Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP) darauf gedrängt, verstärkt Anreize zu setzen, dass angebotene Jobs von Arbeitslosen auch angenommen werden. Unter anderem stieß er eine Diskussion über eine Verschärfung der Zumutbarkeitsbestimmungen an, was teilweise zu scharfer Kritik seitens der SPÖ, Gewerkschaft und Opposition führte. (APA, 4.8.2015)

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