Vier Österreicher im Achtelfinale

4. August 2015, 19:27
107 Postings

Haider-Maurer nach Sieg über Brasilianer Souza gegen Thiem – Jürgen Melzer bezwingt Gimeno-Traver, Gerald unterliegt Lucky Loser Montanes

Kitzbühel – Der Achtelfinal-Tag beim Generali Open in Kitzbühel geht am Mittwoch mit vier Österreichern in Szene. Einer steht sogar schon fix im Viertelfinale, denn Andreas Haider-Maurer fixierte am Dienstag nach 1:43 Stunden mit einem 7:6(2),6:4-Erfolg über den Brasilianer Joao Souza das Duell mit dem topgesetzten Dominic Thiem.

Nicht geworden ist allerdings aus dem ersten Rundensieg bei einem ATP-Heim-Turnier für Gerald Melzer. Der 25-jährige Niederösterreicher, der dank einer Wild Card im Hauptbewerb stand, musste sich nach einem 1:39 Stunden-Kampf dem spanischen Lucky Loser Albert Montanes (ATP-Nr. 106) mit 4:6,6:7(5) geschlagen geben.

Bruder Jürgen erging es anschließend besser, er bezwang den Spanier Daniel Gimeno Traver (ATP-Nr. 70) mit 7:5 und 6:3. und hat damit erstmals seit 2009 ein Erstrundenmatch in Kitzbühel gewonnen. Er trifft nun auf den Spanier Nicolas Almagro (ATP-Nr. 136/Protected Ranking).

Der vierte im Bunde ist Dennis Novak, dem mit dem an Nummer drei gesetzten Italiener Fabio Fognini eine schwere Aufgabe bevorsteht.

Hit hart erarbeitet

Haider-Maurer musste auf dem Center Court vor über 4.000 Zuschauern ein hartes Stück Arbeit absolvieren, ehe der Hit gegen Thiem Realität wurde. "Ich habe leider keinen guten Start gehabt und Souza ist schon sehr unangenehm. Ich habe mir sehr schwergetan, auch weil er sehr genau serviert. Der Unterschied war, dass ich in den engen Situationen heute sicher mein Bestes gespielt habe."

Nach Break und Rebreak setzte sich Haider-Maurer im Tiebreak mit 7:2 durch, ein Break zum 4:3 im zweiten Durchgang bedeutete die Vorentscheidung im zweiten Duell mit dem Südamerikaner. Haider-Maurer, der als 58. 30 Plätze besser liegt, feierte den zweiten Sieg gegen Souza.

Melzer I beendet Durststrecke

"Ich bin natürlich froh, hier und heute gewonnen zu haben. Es war ein schwieriges Match und vielleicht nicht immer schön anzusehen", sagte Jürgen Melzer nach seinem ersten Erstrundensieg in Kitzbühel seit sechs Jahren. "Normalerweise reicht in solchen Matches ein Break, im ersten Satz hat es da leider nicht gereicht, aber ich habe ein gutes Tiebreak gespielt", so der Weltranglisten-130.

Im zweiten Durchgang brachte ein Break zum 5:3 die Vorentscheidung zum vierten Sieg im fünften Spiel gegen Gimeno-Traver. Melzer spielte fast durchgehend bei seinem Aufschlag Serve-Volley, auch um den Gegner keinen Rhythmus zu geben.

"Es tut natürlich verdammt weh"

Bruder Gerald muss dagegen weiter auf das erste Tour-Erfolgserlebnis auf heimischen Boden warten. "Es tut natürlich verdammt weh. Ich bin gut in die Partie gestartet. Hab mich nicht so wohlgefühlt, aber versucht dranzubleiben und zu kämpfen", erklärte der Weltranglisten-167. und aktuell viertbeste Österreicher im Ranking.

Im zweiten Satz kämpfte sich Melzer von 1:3 auf 4:3 zurück, konnte sich dann im Tiebreak aber doch nicht in den dritten Satz retten. "Da habe ich gut zurückgefightet, aber es ist dann einfach nicht für mich gelaufen", erklärte Melzer, der auf dem vollen Grand Stand (dem zweitgrößten Court auf der Anlage) gespielt hat.

Seit seinem absoluten Saison- und bisherigen Karriere-Höhepunkt in München, als er überraschend das Halbfinale erreicht hatte, lief es für den Bruder von Jürgen nicht so gut. "Ich hatte ein sehr gutes und solides Frühjahr und überhaupt keine schlechten Matches gespielt. Das Semifinale in München war das absolute Highlight, danach ist es alles andere als nach Wunsch verlaufen. Ich spüre auch, dass ich wenig Selbstvertrauen habe – in solchen Partien hilft das halt nicht."

Turnierpause

Als Grund dafür nannte er auch die gestiegenen Erwartungen. "Vielleicht habe ich mir die Wochen darauf dann selbst zu viel erwartet. Und das ist dann nach hinten los gegangen." Gerald Melzer wird nun eine Turnierpause machen und erst wieder bei der Qualifikation für die US Open antreten. (APA/red – 4.8.2015)

  • Und nun Thiem: Andreas Haider-Maurer.
    foto: apa/fohringer

    Und nun Thiem: Andreas Haider-Maurer.

  • Der Auftakt war das Ende: Gerald Melzer verlor in der ersten Runde von Kitzbühel.
    foto: apa/fohringer

    Der Auftakt war das Ende: Gerald Melzer verlor in der ersten Runde von Kitzbühel.

Share if you care.