Zivilisten an indisch-pakistanischer Grenze getötet

4. August 2015, 14:15
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Außerdem wurden bei dem Scharmützel sieben Menschen verletzt

Islamabad/Neu-Delhi – Bei Schusswechseln an der Grenze zwischen den Erzfeinden Indien und Pakistan sind drei Zivilisten getötet worden. Die pakistanische Armee warf den indischen Grenzschützern am Dienstag vor, einen Mann und einen Jugendlichen in einem Dorf bei Sialkot erschossen zu haben. Sieben Menschen seien verletzt worden, unter ihnen auch Frauen und Kinder.

Aus den indischen Streitkräften hieß es dagegen, pakistanische Truppen hätten einen 22-Jährigen beim Beschuss mit Mörsergranaten getötet. Trotz eines offiziellen Waffenstillstandes schießen indische und pakistanische Soldaten jedes Jahr hunderte Male ins Nachbarland.

Außerdem, so behauptet Indien, lasse Pakistan schwerbewaffnete Aufständische über die Grenze ziehen, die dann Armeeposten angreifen würden. Der jüngste Vorfall passierte nur wenige Wochen, nachdem die Premierminister beider Länder endlich wieder miteinander geredet und eine Verbesserung der Beziehungen in Aussicht gestellt hatten.

Die beiden Atommächte sind einander seit der Unabhängigkeit von Großbritannien im Jahr 1947 spinnefeind. Sie führten drei Kriege gegeneinander, zwei davon um das Himalaya-Gebiet Kaschmir. Zahlreiche Friedens- und Gesprächsversuche wurden in den vergangenen Jahren durch Schüsse an der Grenze konterkariert. (APA, 4.8.2015)

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