Amag-Nettogewinn um 15 Prozent gesunken

4. August 2015, 13:45
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Finanzchef: Wegen steuerlicher Sondereffekte legten Umsatz und Betriebsergebnis gegenüber Vorjahresperiode um 16 bzw. 28 Prozent kräftig zu

Wien/Ranshofen – Die börsennotierte Aluschmiede Amag Austria Metall AG mit Sitz in Ranshofen (Oberösterreich) hat heuer im ersten Halbjahr bei Umsatz und Betriebsergebnis kräftig zugelegt. Unter dem Strich ging der Gewinn allerdings um 15 Prozent von 26,7 auf 22,7 Millionen Euro zurück. Der Gewinn je Aktie sank von 0,76 auf 0,64 Euro. Grund dafür seien "steuerliche Sondereffekte", erklärte Finanzchef Gerald Mayer.

"Der Hintergrund ist ein Bilanzierungsthema – wir hatten heuer eine Steuerrate von 27 Prozent", sagte der Finanzvorstand am Dienstag zur APA. Analysten der Erste Group, der Raiffeisen Centrobank (RCB) und der Baader Bank hatten einen weitaus geringeren Rückgang des Nettoergebnisses um zwei Prozent auf 26,2 Millionen Euro erwartet.

Vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen legte der Gewinn (Ebitda) des Aluminiumkonzerns zwischen Jänner und Juni gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 30,1 Prozent auf 70,6 Millionen Euro zu. Der Betriebsgewinn (Ebit) erhöhte sich um 28 Prozent auf 36 Millionen Euro, und die Ebit-Marge verbesserte sich von 6,9 auf 7,6 Prozent, geht aus den aktuellen Halbjahreszahlen hervor.

"Volatile Rohstoffmärkte"

Deutliche Zuwächse gab es auch bei den Verkaufserlösen, die um 15,9 Prozent auf 471,5 Millionen Euro stiegen. Dazu beigetragen hätten auch bereits neue Produkte aus den planmäßig hochlaufenden Neuanlagen des Standorterweiterungsprojekts Amag 2014. Die Absatzmenge der Unternehmensgruppe ging heuer in den ersten sechs Monaten im Vergleich zur Vorjahresperiode von 195.500 auf 192.500 Tonnen um zwei Prozent etwas zurück.

"Das erste Halbjahr war geprägt durch volatile Rohstoff- und Devisenmärkte", sagte Amag-Vorstandschef Helmut Wieser vor Journalisten in Wien. Der Konzern bekam zuletzt einen massiven Einbruch der Aluminiumpreise zu spüren. Gleichzeitig profitiert das massiv exportorientierte Unternehmen aber von der Euroschwäche gegenüber dem Dollar. Am Jahresziel betreffend Ebitda hält die Amag jedenfalls fest: "Unsere Bandbreite von 130 bis 140 Millionen Euro für 2015 bleibt unter gewissen Rahmenbedingungen realistisch", bekräftige der Konzernchef. (APA, 4.8.2015)

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