Haydn-Festspielen droht "Delogierung" aus Schloss Esterházy

4. August 2015, 17:08
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Verhandlungen zur Vertragsverlängerung abgebrochen

Eisenstadt – Der Konflikt zwischen den Haydn-Festspielen, die ihre Veranstaltungen im Schloss Esterházy abhalten, und dem Vermieter, der Esterházy-Stiftung, geht weiter: Die Esterházy-Betriebe haben die Verhandlungen zur Vertragsverlängerung mit den Festspielen abgebrochen. Die Klassikprogramme im Schloss solle künftig "ein neuer Trägerkreis" verantworten, die gegenwärtige Vereinbarung mit den Haydn-Festspielen laufe Ende 2016 aus.

"Uns war es wichtig, mit den Festspielen ein Konzept zu entwickeln, das den Standort touristisch und somit auch wirtschaftlich aufwertet", so Esterházy-Sprecher Karl Wessely. Leider sei man von politischer Stelle her nur angegriffen worden. Bis Ende 2015 soll nun ein Konzept für Klassik- und Opernformate und ein Festival formuliert werden.

Der Intendant der Haydnfestspiele Walter Reicher wundert sich, dass sein Festival ausgesperrt werden soll und sieht "das letzte Wort noch nicht gesprochen." Es könne "jedenfalls nicht sein, dass man sich mit einer Hochzeit im Schloss einmieten kann, nicht aber mit einem Traditionsfestival", so Reicher, der "offen für Gespräche" ist. (tos, 4.8.2015)

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