Russische Zentralbank: Talsohle nicht erreicht

3. August 2015, 18:23
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Das Finanzinstitut sieht das Risiko einer Verschärfung der Rezession

Moskau – Die russische Zentralbank hat Hoffnungen auf ein Ende der Krise einen Dämpfer verpasst: Seine Entscheidung zur Senkung des Leitzinses von 11,5 auf elf Prozent begründete das Finanzinstitut mit dem Risiko einer Verschärfung der Rezession in den nächsten Monaten. Die Prognose für die BIP-Entwicklung könne gesenkt werden, warnte die Zentralbank.

Schon jetzt prognostiziert sie mit einem Minus von 3,2 Prozent einen deutlichen Abschwung. Allerdings hatte die russische Führung das Tief bisher in der ersten Jahreshälfte verortet. Nur wenige Tage vorher hatte Wirtschaftsminister Alexej Uljukajew erklärt, die Talsohle sei bereits erreicht. Die Zentralbank widerspricht dieser Einschätzung nun und verweist darauf, dass die Auswirkungen des einbrechenden Konsums unterschätzt worden seien.

Negativ dürfte sich zudem die jüngste Entwicklung des Ölpreises auf die russische Wirtschaft auswirken: Der Barrelpreis für Öl der Marke Urals sank am Montag unter die Marke von 50 Dollar. Experten der Zentralbank schließen einen BIP-Absturz um über vier Prozent nicht aus. (ab, 3.8.2015)

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