Russland drückt Immofinanz tief ins Minus

3. August 2015, 12:41
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Im abgelaufenen Geschäftsjahr dürfte der Immo-Konzern gleich 360 Millionen Euro Verlust machen, teilte das börsennotierte Unternehmen mit

Wien – Der börsennotierte Immofinanz-Konzern ist im Geschäftsjahr 2014/15 tief in die roten Zahlen gerutscht. Der Verlust dürfte sich auf 361,4 Mio. Euro nach +72 Mio. Euro belaufen, warnte das Unternehmen am Montag. Grund dafür waren die schlechten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Russland, die sich in der Bewertung der Moskauer Einkaufszentren niederschlugen.

Auch Bürogebäude in Osteuropa musste die Immofinanz abwerten. Aktionäre sehen heuer wohl keine Dividende.

"Die Ergebnissituation im zurückliegenden Geschäftsjahr sowie die mit Ungewissheit behaftete weitere Einschätzung für Russland sind ausschlaggebend dafür, dass der Vorstand der Immofinanz der Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2014/15 keine Dividende vorschlagen wird", so der Konzern in einer Pflichtmitteilung.

Währungseffekte

Das operative Ergebnis hingegen stieg 2014/15 um 17 Prozent auf 316,5 Mio. Euro, wie das Unternehmen mitteilte. Es handelt sich dabei um vorläufige Zahlen, die endgültigen Ergebnisse werden am 6. August nach Börsenschluss veröffentlicht.

Neben der Russland-Krise bekam die Immofinanz auch Währungseffekte zu spüren. Das Finanzergebnis habe sich "deutlich verringert", erklärte der Konzern. Überwiegend sei das auf unbare negative Wechselkurseffekte aus der Bewertung der US-Dollar-Finanzierungen der Moskauer Einkaufszentren sowie einen negativen unbaren Effekt aus der Bewertung der Umtauschanleihe auf Buwog-Aktien zurückzuführen. Der Wohnimmobilienkonzern Buwog ist die frühere Tochter der Immofinanz und notiert nun selbst an der Börse.

Zum operativen Ergebnis erklärte die Immofinanz, gestiegene Ergebnisbeiträge aus Immobilienverkäufen und aus der Immobilienentwicklung hätten den erwarteten Rückgang beim Ergebnis aus Asset Management, der auf temporär geringere Mieterlöse in Russland sowie Immobilienverkäufe zurückzuführen sei, deutlich überkompensieren können. (APA, 3.8.2015)

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