Drogenproblem: Wieso das FBI kaum IT-Experten findet

3. August 2015, 10:50
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Bericht des US-Justizministeriums zeigt, dass die Behörde zu wenig Informatiker eingestellt hat

Ein Job beim FBI klingt auf den ersten Blick nach einer spannenden und gesicherten Stelle. Dennoch hat die US-Behörde Probleme damit, IT-Experten für seine "Cyber Task Forces" zu finden. Viele scheitern an den strengen Vorschriften. Das geht aus einem Report des Justizministeriums (pdf) hervor, wie "Marketwatch" berichtet. Wer sich doch für die Arbeit bei der Behörde eignet, wird vom niedrigen Gehalt abgeschreckt.

Drei Jahre kein Marihuana konsumiert

Das FBI hätte eigentlich 134 Jobs für IT-Experten offen, von denen 52 allerdings nicht besetzt wurden. In fünf der 56 Büros gibt es keinen Computerwissenschaftler, heißt es im Bericht. Das FBI führt intensive Background-Checks der Kandidaten durch. Zur Überprüfung zählen auch Drogentests und Sitzungen mit Lügendetektor. Dadurch würden viele Jobkandidaten mit geeigneter Ausbildung und Know-how wegfallen. Denn wer beim FBI arbeiten will, darf zumindest in den vergangenen drei Jahren kein Marihuana und seit zehn Jahren keine illegalen Drogen konsumiert haben.

Am Interesse mangelt es nicht. Bei Stellenausschreibungen würden sich nach Aussagen eines Personalmanagers etwa 5.000 Personen melden, von denen immerhin etwa 2.000 die Kriterien erfüllen würden. Letztendlich würden aus so einer Gruppe aber dennoch nur etwa zwei Personen tatsächlich angestellt. Der private Sektor sei für die IT-Experten wesentlich interessanter, da es dort weniger eindringliche Überprüfungen gibt und höhere Gehälter winken.

In dem Bericht wird nun untere anderem geraten, dass sich das FBI stärker auf Jobanwärter konzentrieren soll, die mehr an der Mission des FBI interessiert sind und weniger an der Höhe des Gehalts. Ob man sich generell für einen Job beim FBI qualifizieren würde, kann übrigens jeder selbst auf der Seite der Behörde überprüfen. Ein kleiner Hinweis vorweg: als Österreicher hätte man von vorne herein keine Chancen, denn das FBI nimmt nur US-Bürger auf. (br, 3.8.2015)

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