Microsoft Edge: "Internet Explorer"-Nachfolger überzeugt Tester

3. August 2015, 09:13
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Der Browser soll relativ schnell laufen und Mankos des ungeliebten "Internet Explorers" über Bord werfen

Der Internet Explorer wird bald 20 Jahre alt: Doch statt das gebührend zu feiern, besorgt sich Microsoft einen neuen Browser. Ab Windows 10 soll "Edge" Nutzer ins Netz bringen und neuer Standard-Browser für Microsoft-Kunden werden – egal, ob auf Smartphones, Datenbrillen oder Desktop-Rechnern. Nach rund einer Woche mit der finalen "Edge"-Version trudeln nun erste Tests ein. Generell wird der Browser, der auf einem entschlackten Internet Explorer 11 beruht, recht positiv beurteilt.

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Einige Bugs

So soll Edge schnell laufen und im Vergleich zum Internet Explorer ein "sehr übersichtliches, funktionierendes" Design aufweisen, schreibt etwa Engadget. Nervende Taskbars sollen der Vergangenheit angehören, dafür wird ein Fokus auf die Skalierbarkeit von Websites gelegt. Da viele Seiten seit einiger Zeit für Firefox, Chrome und Safari optimiert werden, stießen Nutzer des Internet Explorer immer wieder auf Bugs. Das ist auch bei Edge so, wenngleich das nur selten der Fall sei, berichtet TheVerge. Plug-Ins sind naturgemäß noch Mangelware.

foto: screenshot/microsoft
Cortana sucht nach mehr Informationen


Bing schwer wegzukriegen

Als Suchmaschine kommt natürlich Bing zum Einsatz. Der Wechsel auf Google gestaltet sich als extrem kompliziert, Microsoft will hier offenbar sehr stark Bing pushen. Wer in Edge surft, ist nicht alleine: Die digitale Assistentin Cortana begleitet einen ständig und liefert auf Wunsch Kontext zum Inhalt von Websites. Das sorgt übrigens auch für eine große Datenmenge, die ständig an Microsoft übermittelt wird. Nutzer sollten also ihre Datenschutz-Einstellungen überprüfen.

foto: screenshot/microsoft
Nutzer können künftig Objekte auf Websites markieren und beschriften


Reihe an kleinen Features

Insgesamt scheint Edge ein starker Versuch zu sein, Chrome und Co einzuholen. Der Ruf des Internet Explorers hatte in den vergangenen Jahren tatsächlich stark gelitten, Microsoft war fast zu einer Neuauflage gezwungen. Eine Reihe von netten Features – etwa einer Reading List, Inkognito-Sessions oder die Möglichkeit, sich Notizen auf Websites zu machen – soll Nutzer zusätzlich überzeugen. Ob das gegenüber Marktführer Chrome, der immer noch schneller als Edge ist, gelingt, ist fraglich. Microsoft dürfte aber darauf setzen, dass viele Nutzer Edge nach der Windows 10-Installation probieren und sich nicht die Mühe machen, zu wechseln. (fsc, 3.8.2015)

  • Microsoft will Nutzer zum eigenen Browser zurückholen
    foto: microsoft

    Microsoft will Nutzer zum eigenen Browser zurückholen

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