Angela Merkel – Noch nicht am Ziel

Kommentar2. August 2015, 18:43
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Trotz Popularitätshoch schwächelt die Union noch auf einigen Gebieten

Die Mühen haben sich gelohnt. Die nächtlichen Verhandlungen, die unzähligen Treffen – und auch die deutsche Härte. Jetzt bekommt die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel den Lohn in Form von Prozenten. Dank ihres Managements der Griechenland-Krise liegt die Union in einer Emnid-Umfrage bei der absoluten Mehrheit.

Das ist natürlich schön für die derart Gepriesene, heißt aber noch lange nicht, dass auch die Bundestagswahl 2017 bereits in diesem Sinne entschieden ist und die fast schon bemitleidenswerte SPD sich die Suche nach einem eigenen Kanzlerkandidaten sparen könnte.

Zwar resultiert Merkels Popularitätshoch nicht allein aus der Griechenland-Krise. Vielmehr hat sie sich ihre hohen Beliebtheitswerte im Laufe der Jahre erworben und diese stetig verfestigt. Insofern zeichnet diese Umfrage kein Strohfeuer, das gleich wieder verlöschen könnte, nach. Doch es sind noch zwei Jahre bis zur Wahl. Da kann viel passieren, und auch hinter der großen Übermutter Merkel glänzt bei weitem nicht alles.

So schwächelt die Union etwa in den Städten, in denen es nach wie vor gravierende Probleme wie zu wenig bezahlbaren Wohnraum oder einen ausufernden Niedriglohnsektor gibt. Auch in Deutschland sind die Probleme, die der Flüchtlingsansturm mit sich bringt, längst nicht gelöst. Es gibt noch viel zu tun für die Union – es wäre töricht, sich auf dem weichen Polster des Merkel-Bonus auszuruhen. (Birgit Baumann, 2.8.2015)

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