Geldgeber unterbreiten Athen Forderungen

2. August 2015, 13:57
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Reedereien sollen höher besteuert werden – An wiederöffneter Börse Athen drohen Kursverluste

Athen – Die internationalen Geldgeber haben in den Verhandlungen über ein neues Hilfsprogramm für Griechenland der Athener Regierung nach Medienberichten eine Reihe von Forderungen unterbreitet. Wie die Zeitung "To Vima" am Sonntag berichtete, soll Athen die Neueinstellungen im öffentlichen Dienst zurücknehmen, die die Linksregierung von Ministerpräsident Alexis Tsipras beschlossen hatte.

Höhere Besteuerung für Reedereien

Außerdem verlangten die Geldgeber eine höhere Besteuerung von Reedereien und eine Abschaffung von Steuerbegünstigungen für Bauern, heißt es. In den Verhandlungen geht es um ein Hilfsprogramm von bis zu 86 Mrd. Euro für die nächsten drei Jahre.

An wiederöffneter Börse Athen drohen Kursverluste

Am Tag der Wiedereröffnung der Börse in Athen am Montag, nach fünf Wochen "Zwangspause" wegen der Gefahr des griechischen Finanzkollapses, wird indes mit herben Kursverlusten gerechnet. Der "Athens General Index" dürfte um 20 Prozent oder noch stärker einbrechen, zitiert die Nachrichtenagentur Reuters am Sonntag griechische Börsenhändler.

Demnach geht die Chance gegen null, dass nur eine einzige Aktie morgen im Wert steigen könnte. Von den Verlusten am stärksten betroffen dürften Aktien von Bankinstituten sein, sie brauchen weiterhin eine Rekapitalisierung. (APA, 2.8.2015)

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