Emirate stellen 41 Terrorverdächtige vor Gericht

2. August 2015, 12:26
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Männer sollen Gründung von Kalifat geplant haben

Abu Dhabi – Wegen Terrorvorwürfen strengen die Vereinigten Arabischen Emirate einen Prozess gegen insgesamt 41 Verdächtige an. Ermittler werfen den Männern aus dem In- und Ausland nach Angaben vom Sonntag vor, einen Sturz der Regierung und die Gründung eines Kalifats geplant zu haben.

Dazu hätten sie eine Gruppe "mit einer terroristischen Ideologie" gegründet, erklärte die Generalstaatsanwaltschaft nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur WAM.

Zu den Staatsangehörigkeiten der Beschuldigten wurden keine Angaben gemacht. Diese hätten "Anschläge auf dem Boden der Emirate" geplant, hieß es allerdings. Zudem hätten sie Kontakt zu "Terrorgruppen im Ausland" gehabt. Ob die Jihadistenmiliz Islamischer Staat gemeint war, blieb unklar.

Größere Prozesse wie der nun angekündigte sind in den Emiraten selten. Von radikalislamischer Gewalt, wie sie in vielen anderen arabischen Ländern herrscht, blieben sie bisher weitgehend verschont. Die Regierung der Emirate verfolgt eine unnachgiebige Politik gegen radikale Islamisten. (APA, 2.8.2015)

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