"Wir haben hinten zuviel herumgespielt"

2. August 2015, 19:19
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Sturm – Grödig

Franco Foda (Sturm-Trainer): "In der ersten Hälfte haben wir klar dominiert, mussten dann aber nach dem Rückstand mehr Risiko gehen und haben den verdienten Ausgleich erzielt. Am Ende hatten wir auch Glück, Grödig hat extrem schnelle Spieler für die Konter. Gut, dass der Schiedsrichter den 'Fast-Elfmeter' zurückgenommen hat. Von der Punkteausbeute sind diese zwei Unentschieden zu wenig. Letztendlich müssen wir mit dem Punkt aber leben. Solche Phasen gibt es im Fußball, es gibt keinen Grund, den Kopf hängen zu lassen. Wir müssen ruhig bleiben und klaren Kopf bewahren."

Peter Schöttel (Grödig-Trainer): "In der ersten Halbzeit hat nur Sturm gespielt, in der zweiten dann beide Mannschaften. Da haben wir auch 'stattgefunden'. Schlussendlich ist es ein gerechtes Ergebnis. Mich freut unsere Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte. Meine Spieler sitzen in der Kabine und hadern aufgrund der vergebenen Chancen, dass wir nicht gewonnen haben."

Austria – Altach

Thorsten Fink (Austria-Trainer): "Ich bin sehr zufrieden. Wir sind nicht so gut ins Spiel gekommen, Altach war sehr gut eingestellt. Es war wie erwartet ein hartes Stück Arbeit, die Mannschaft ist aber ruhig geblieben und hat sich letztlich selbst belohnt. Altach ist ein guter Gegner, ich weiß nicht, ob viele Mannschaften dieses Team schlagen können. Zwei Siege zu Beginn tun immer gut. Man hat ja gesehen, dass wir am Anfang nicht so zielsicher waren, da haben wir hinten zu viel herumgespielt".

Damir Canadi (Altach-Trainer): "Das war eine gute Leistung. Wir haben die Räume zugestellt und durch unser Umschaltspiel auch Chancen kreiert. Es haben individuelle Fehler von uns zu den Gegentoren geführt. Wenn man dann hinten ist, wird es ganz schwer, aber auf die Leistung bezogen kann ich meiner Mannschaft heute nichts vorwerfen. Wir waren ebenbürtig. Almer musste gefühlte 20 Mal den Ball hinausschlagen, weil sie nicht wussten, wie sie das Spiel eröffnen sollen".

Ried – WAC

Helgi Kolvidsson (Ried-Trainer): "Wir haben uns vorgenommen, schnell zu spielen und hohe Ballzirkulation zu betreiben. Das haben wir aber nicht umgesetzt. In den ersten 20 Minuten haben wir sie förmlich eingeladen und sind erst dann besser ins Spiel gekommen. Nach dem Ausschluss war es klar, dass der WAC mehr Chancen haben würde. Generell war das zu wenig, was wir gezeigt haben, da ist noch viel Luft nach oben."

Dietmar Kühbauer (WAC-Trainer): "Ich bin schon verärgert. Ich will, dass wir in Überzahl mehr für das Spiel tun. Heute nicht drei Punkte zu machen, ist schon fast eine Kunst. Die Spieler haben geglaubt, in Überzahl schießen wir das Tor automatisch. Der letzte Wille hat gefehlt, die Leidenschaft. Es nutzt nichts, die Chancen zu haben. Man muss die Semmel auch irgendwann reinhauen, egal mit welchem Körperteil. Wir sind in Österreich zu lieb. Heute war ich ruhig. Eigentlich schon zu ruhig, das ist fast schon bedenklich. Es ist an uns und an unserer Einstellung gelegen, nicht an der Müdigkeit."

Thomas Gebauer (Ried-Kapitän): "Nach dem Ausschluss ging es nur darum, den Punkt zu halten. Wir brauchen im Ballbesitz mehr Ruhe. Gegen den Ball haben wir gut gearbeitet. Die größte Gefahr waren Standards. Da müssen wir besser werden."

Salzburg – Rapid

Peter Zeidler (Trainer Salzburg): "Wir sind nicht so glücklich mit dem Spiel. Wir hatten viele Ballverluste, unsere Präzision war nicht so da. Wir waren nicht gut bei Standardsituationen, das müssen wir verbessern. Aber wir haben eine junge Mannschaft, wir können von diesen Spielen sehr viel lernen und uns entwickeln. Wir brauchen noch Zeit für die Entwicklung. Wir haben verdient verloren, es war eine tolle Leistung von Rapid. Wir akzeptieren diese Niederlage."

Alexander Walke (Torhüter Salzburg): "Wir haben in der ersten Spielhälfte Kinderfußball gespielt, Rapid war viel cleverer. Am Mittwoch (gegen Malmö, Anm.) müssen wir als Männer auftreten."

Zoran Basisic (Trainer Rapid): "Es war ein intensives, spannendes Spiel. Beide Teams haben versucht, offensiv zu spielen und Tore zu erzielen. Es war auch sehr kampfbetont, ein echtes Spitzenspiel. Ich bin mit dem Sieg sehr zufrieden. Wenn man nach Salzburg kommt, ist man meistens nicht Favorit. Dann ist es erfreulich, dass wir gut gespielt haben und mit drei Punkte nach Hause fahren können."

Admira – Mattersburg

Ernst Baumeister (Trainer Admira): "In der ersten Hälfte haben wir schwach gespielt. Mit der einzigen Möglichkeit haben wir auch das Tor gemacht. Die Leistung war nicht so gut. Nach der Pause waren wir dann besser, aber die Leistung beim Sturm-Spiel war eine bessere."

Toni Vastic (Admira-Torschütze): "Der Papa vergönnt es mir und er wird schon damit zurechtkommen."

Ivica Vastic (Trainer Mattersburg): "Wir sind sehr gut ins Spiel gekommen, haben die Partie zu Beginn kontrolliert. Grundsätzlich bin ich mit der Leistung recht zufrieden, auch wenn es mit dem Abschluss nicht so geklappt. Beim 0:1 waren wir in Unterzahl (Novak wurde an der Outlinie behandelt, Anm.), das hat die Admira ausgenützt. Da haben wir uns aber auch nicht gut verhalten. Vor dem Strafraum hat uns die Überzeugung und der letzte Pass gefehlt. Wir haben nach dem Anschlusstreffer alles versucht, vielleicht doch noch das Match umzudrehen."

Zum Tor des Sohnemanns: "Es ist ein komisches Gefühl."

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