Neun Soldaten im Jemen bei Al-Kaida-Anschlag getötet

31. Juli 2015, 21:11
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Vier saudiarabische Sicherheitskräfte starben an Grenze

Sanaa – Im Jemen sind laut Militärkreisen bei einem Selbstmordanschlag der Extremistengruppe Al-Kaida auf der Arabischen Halbinsel (Aqap) neun Regierungssoldaten getötet worden. Der Attentäter habe seinen mit Sprengstoff beladenen Wagen in einen Kontrollposten der Armee bei Koton in der Provinz Hadramaut gesteuert, sagte ein Militärvertreter am Freitag und machte Aqap für den Angriff verantwortlich.

Demnach gehörten die Soldaten zur einer dem jemenitischen Exilpräsidenten Abd Rabbo Mansour Hadi treuen Division. Im Jemen kämpfen Hadis Truppen gegen die schiitischen Houthi-Rebellen und mit ihnen verbündete Armeeeinheiten. Die Rebellen brachten im Jänner die Hauptstadt Sanaa unter ihre Kontrolle. Als sie weiter auf die südliche Hafenstadt Aden vorrückten, floh Präsident Hadi nach Saudi-Arabien und bat dort um Hilfe. Das Königreich startete daraufhin Ende März mit mehreren anderen arabischen Ländern Luftangriffe auf die Houthi-Rebellen, um Hadi zurück an die Macht zu bringen.

Peitschenhiebe

Aqap nutzte den Konflikt, um weitere Gebiete im Südosten des Landes unter Kontrolle zu bringen. Laut dem Militärvertreter bestraften die Extremisten am Freitag in der von ihnen kontrollierten Stadt Mukalla acht Menschen wegen Vergehen wie Ehebruch und dem Konsum von Drogen oder Alkohol mit 80 bis 100 Peitschenhieben. Demnach wurden die Strafen nach dem Freitagsgebet vor hunderten Menschen auf einem Platz im Zentrum der Hauptstadt der Provinz Hadramaut vollzogen.

Unterdessen wurden vier saudiarabische Sicherheitskräfte an der Grenze durch Beschuss aus dem Jemen getötet. Ein saudiarabischer Militärsprecher sagte der amtlichen Nachrichtenagentur SPA, drei Soldaten seien durch Raketen in der Region Assir getötet und sieben weitere verletzt worden. Die Armee habe daraufhin die Abschussrampen der Raketen im Jemen zerstört. Außerdem sei in der Region Jasan ein Paramilitär durch Schüsse getötet worden. Seit Beginn des Konflikts Ende März wurden damit mehr als 40 Soldaten und Zivilisten an der Grenze getötet. (APA, 31.7.2015)

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