Salzburger Hochschulwochen zeichnen Koranforscherin aus

31. Juli 2015, 13:09
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Jury würdigt Angelika Neuwirths Arbeit zur Wechselwirkung von Koran und christlicher Spätantike

Salzburg/Berlin – Die deutsche Koranforscherin Angelika Neuwirth ist mit dem Theologischen Preis der Salzburger Hochschulwochen ausgezeichnet worden. Die heuer zum zehnten Mal verliehene Auszeichnung wurde der in Berlin lehrenden Wissenschafterin in Würdigung ihres theologischen Lebenswerkes am Mittwochabend an der Universität Salzburg überreicht.

Durch ihre Arbeit gerade zur Wechselwirkung von Koran und christlicher Spätantike gewinne "die Identität des Christlichen deutlich an Profil", hieß es in der Begründung der Jury. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert. Man habe sich mit der Preisverleihung an Angelika Neuwirth heuer bewusst entschieden, "den Rahmen des Preises so zu justieren, dass die Außenperspektive der Arabistin auch auf die christliche Theologie zurückwirken kann", erklärte der Obmann der Salzburger Hochschulwochen, der Theologe Gregor Maria Hoff.

Der Berliner evangelische Theologe und Preisträger des Jahres 2010, Christoph Markschies, würdigte Neuwirth in seiner Laudatio als "Grande Dame der Koranforschung". Durch ihr wissenschaftliches wie persönliches Engagement verstehe es Neuwirth, das Verständnis des Islam und des Koran in der christlichen Theologie und umgekehrt das Verständnis des Christentums im Islam zu vertiefen und damit ein friedliches Miteinander der beiden Religionen zu fördern, so Markschies. Unter den bisherigen Preisträgern finden sich auch Kardinal Walter Kasper, Kardinal Karl Lehmann sowie die Theologen Johann Baptist Metz und Erich Zenger. (APA, 31. 7. 2015)

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