Energie AG Oberösterreich installierte schon 200.000 Smart Meter

30. Juli 2015, 16:48
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Seit Jahresbeginn über 6.000 Kunden auf tageszeitabhängiges Tarifmodell umgestiegen

Die Energie AG Oberösterreich (EAG) hat schon 200.000 intelligente Stromzähler (Smart Meter) installiert. Seit Jahresbeginn sind mehr als 6.000 Kunden auf ein neues, durch diese technische Innovation mögliches tageszeitabhängiges Tarifmodell umgestiegen. Das berichtete das Unternehmen am Donnerstag.

450.000 Umrüstungen bis Ende 2017 geplant

Die EAG startete im Herbst vergangenen Jahres mit der flächendeckenden Installation. Derzeit montieren 30 Mitarbeiter pro Monat rund 10.000 neue Zähler. Bis Ende 2017 sollen rund 450.000 umgerüstet sein. Das entspricht den gesetzlichen Vorgaben von 70 Prozent der vorhandenen Zähler. 2019 sollen es 95 Prozent sein.

"Die Energie AG wird somit als erster Landesenergieversorger in Österreich die gesetzlichen Ziele bis 2019 erreichen", stellte Generaldirektor Leo Windtner fest. Mit aktuell 200.000 werde eine Installationsrate von 30 Prozent erreicht, rechnete er vor. Per Gesetz müssten bis 2015 zehn Prozent der Haushalte damit ausgestattet sein.

Tageszeitabhängiger Tarif

"Wir sind bis jetzt das einzige Landesenergieversorgungsunternehmen Österreichs, das seinen Kunden einen speziellen, tageszeitabhängigen Stromtarif anbieten kann. Wer den Betrieb seiner Stromverbraucher wie Wäschetrockner oder Waschmaschine danach ausrichtet, kann bares Geld sparen", erklärte Windtner. Mehr als 6.000 Kunden seien seit Jahresbeginn bereits auf dieses neue Tarifmodell umgestiegen. Als weitere Vorteile der neuen Technologie nannte er, dass damit das manuelle Ablesen hinfällig werde und beim Umzug die Stromfreischaltung binnen weniger Minuten erfolgen könne.

Nur 800 Verweigerungen

Die vom Gesetzgeber vorgesehene gebotene Möglichkeit der Verweigerung durch den Kunden – "opt out" – haben bisher rund 800 in Anspruch genommen. Das entspricht einer Quote von 0,4 Prozent. Diesen niedrigen Wert führt das Unternehmen vor allem auf die Aufklärung durch die Techniker zurück, wodurch Vorurteile, die auf falschen Informationen beruhen, fast immer ausgeräumt werden könnten.

Technik-Vorstand Werner Steinecker nennt als Beispiel die Vermutung, der Energieversorger könnte mit Smart Meter in den Haushalt und das Leben seiner Kunden eingreifen. Das stellt er in Abrede, aber: "Was wir tun können ist, ihn mit detaillierter, zeitnaher Verbrauchsinformation und speziellen Tarifen zum Umdenken und zum Ändern seiner Gewohnheiten zu bewegen." (APA, 30.07.2015)

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