Blaha springt am Finale vorbei

30. Juli 2015, 13:16
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Wiener scheitert am Einzug ins 3-m-Finale und verpasst damit auch die Qualifikation für Olympia

Kasan – Déjà-vu für Constantin Blaha in Kasan. Der Wiener hat wie vor vier Jahren in Shanghai das 3-m-WM-Finale der Wasserspringer und damit vorerst auch erneut die Qualifikation für die Olympischen Spiele verpasst. Nachdem er als Vorkampf-15. knapp den Einzug ins Semifinale der Top 18 geschafft hatte, verpatzte er in der Vorschlussrunde den dritten und fünften seiner sechs Sprünge. Das reichte nur zu Rang 17.

"Ich habe alles versucht"

"Die Enttäuschung ist natürlich riesengroß", meinte Blaha nach dem Ausscheiden. "Ich habe alles versucht. Schon am Vormittag musste ich sehr viel riskieren um weiter zu kommen. Vielleicht war ich deshalb schon etwas müder in der zweiten Runde." Für ein Fixticket bei den Rio-Spielen im August 2016 wäre der Finaleinzug bzw. ein Top-12-Rang nötig gewesen. Mit 407,20 Punkten verpasste der 27-Jährige das angestrebte Soll um 43,70 Punkte und damit deutlich.

2013 war Blaha in Barcelona noch in beiden Finalspringen vertreten, sowohl vom 1-m-Brett als auch von 3 Metern. Am Montag noch war er nach Platz acht vom 1-m-Brett sehr zuversichtlich für die Konkurrenz am Donnerstag. Diese entwickelte sich zu einer Nervenprobe, nicht weniger als 61 Aktive traten um 8.30 Uhr MESZ an.

Erst nach deutlich mehr als vier Stunden Wettkampfzeit durfte Blaha vorerst durchatmen, nachdem er sich im letzten seiner sechs Sprünge noch vom 19. auf den 15. Platz vorgearbeitet hatte. Nach nur gut einstündiger Pause stand bereits das Semifinale auf dem Programm, in dem der Athlet der SU Wien nach den ersten beiden Versuchen noch auf Kurs gelegen war. Der dreieinhalb Auerbach gehockt klappte wie später die viereinhalb Salti vorwärts gehockt dann aber leider nicht nach Wunsch.

Letzte Olympia-Quali-Chance im Februar

Mit dem verpassten Finaleinzug ist für Blaha auch die Chance dahin, aufgrund des 3-m-WM-Abschneidens wie 2014 in der hochwertigen Meeting-Serie World Series starten zu dürfen. Vorerst muss die Konzentration des Grand-Prix-Zweiten von Madrid Ende Juni aber ohnehin seiner letzten Quali-Chance gelten. Diese gibt es vom 19. bis 24. Februar 2016 beim Weltcup in Rio de Janeiro, ein Top-18-Platz würde reichen. 2012 in London verfehlte Blaha diese Vorgabe. Nun aber gibt er sich kämpferisch: "Ich bin auf dem richtigen Weg, das hab ich gemerkt. Und Rio 2016 sollte möglich werden." (APA/red, 30.7.2015)

  • Constantin Blaha beim Rotieren.
    foto: reuters/michael dalder

    Constantin Blaha beim Rotieren.

  • Beim Vorbereiten auf den Tauchgang.
    foto: epa/valdrin xhemaj

    Beim Vorbereiten auf den Tauchgang.

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