"Islamisierung? Nein danke": Website von Magazin "The Gap" gehackt

30. Juli 2015, 11:39
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Startseite wurde übernommen, einzelne Artikel verändert. Laut "The Gap" ist es "leicht rückgängig zu machen"

Das österreichische Kulturmagazin "The Gap" ist in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag einem Hack zum Opfer gefallen. Besucher der Website "thegap.at" erwartete eine Botschaft "serbischer Tschnetniks" mit islamfeindlichen Parolen. "Islamisierung? Nein danke", stand dort ebenso zu lesen wie "Linke Lügenpresse-Medien". Außerdem wurde zur "Reconquista" – einem der Leitmotive der rechtsextremen Identitären Bewegung – aufgerufen.

"Arbeiten daran"

Mittlerweile wurden die gröbsten Auswirkungen des Hacks wieder rückgängig gemacht. "Einzelne Artikel wurden verändert, daran arbeiten wir", so "The Gap" in einer Facebook-Stellungnahme. Noch ist unklar, ob ein bestimmter Artikel den Ausschlag zum Hack gegeben hatte. "The Gap" hatte etwa über Dokumentationen aus Syrien oder "Refugee Welcome"-Veranstaltungen berichtet. "Man muss einem schlecht informiertem Hack also nicht mehr Aufmerksamkeit schenken, als er verdient", so das Magazin weiter.

Wir wurden gehackt. Und es war erstaunlich leicht wieder rückgängig zu machen. Einzelne Artikel wurden verändert, daran...

Posted by The Gap on Thursday, July 30, 2015


Cyberangriffe durch Rechte

In den vergangenen Monaten hatten Rechtsextreme im Netz an ihren Offensivfähigkeiten gearbeitet. Im Zuge der Berichterstattung zum WKR-Ball war es zu Überlastungsangriffen gegen kritische Medien gekommen. Zum 70. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Mauthausen wurde dessen Website mit Kinderpornografie überschwemmt, strafrechtliche Ermittlungen laufen. (fsc, 30.7.2015)

  • Diese Botschaft erwartete Besucher von "TheGap.at"
    foto: screenshot

    Diese Botschaft erwartete Besucher von "TheGap.at"

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