Italien verschärft Kampf gegen islamistische Propaganda im Internet

30. Juli 2015, 11:38
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Offensive gegen "Hassprediger"

Die italienische Regierung verstärkt ihre Offensive gegen islamistische Propaganda im Internet. Die Kampagne gegen Fundamentalisten, die im Netz IS-Kämpfer rekrutieren, soll mithilfe von Experten intensiviert werden. Das Kabinett wolle damit verhindern, dass Jugendliche von der islamistischen Propaganda beeinflusst werden, berichtete Italiens Innenminister Angelino Alfano am Donnerstag.

"Wir werden Hassprediger und fundamentalistische Gewalt in all ihren Formen und mit allen Mitteln bekämpfen", betonte Alfano nach Medienangaben. "Wir wollen gegen all jene Islamisten vorgehen, die unter dem Vorwand der Religion Jugendliche in ihren Bann ziehen wollen", erklärte der Minister.

"Erpressungen, Druck und Drohungen"

Besondere Aufmerksamkeit müsse jungen Frauen gewidmet werden, die in islamistischen Kreisen stärker "Erpressungen, Druck und Drohungen" ausgeliefert seien. Dutzende von Personen seien seit Jahresbeginn wegen islamistischer Propaganda in Italien festgenommen oder ausgewiesen worden.

Italien führt bereits seit Monaten eine Kampagne gegen den islamistischen Terrorismus. Rund 40 Ausländer wurden in diesem Zusammenhang in den vergangenen Wochen aus Italien ausgewiesen. Die italienische Regierung habe die besten Anti-Terror-Experten zur Verhinderung von Anschlägen eingesetzt, versicherte Alfano. (APA, 30.7. 2014)

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