AUA fährt etwas kleineren Millionenverlust ein

30. Juli 2015, 08:27
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Im Winter lief es relativ schlecht für das Unternehmen, die vergangenen drei Monaten konnten das trotz schwarzer Zahlen nicht mehr wettmachen

Wien/Schwechat/Frankfurt – Die zur Lufthansa gehörende AUA (Austrian Airlines) hat das erste Halbjahr 2015 mit einem Vorsteuerverlust von 17 Mio. Euro beendet. Der Abgang bis Juni ist aber deutlich geringer als vor einem Jahr, als wegen KV-Rückstellungen für das fliegende Personal ein Halbjahresverlust (im EBIT/Ergebnis vor Steuern und Zinsen) von 41 Mio. Euro angefallen war.

"Deutlich positiv" war nach AUA-Mitteilung heuer aber das zweite Quartal 2015 mit einem Vorsteuergewinn von 36 Mio. Euro, das trotz der Krisen im Osten (Russland, Ukraine) und in Nahost verbucht wurde. Es reichte aber nicht aus, um auf Halbjahressicht den Verlust vom Winter aus der Bilanz zu bringen.

Billigerer Treibstoff

Als Grund für die höheren Zweitquartalszahlen führte das Unternehmen höhere Erlöse und geringere Kosten nach der Restrukturierung an. Entlastet habe auch der billigere Treibstoff. Das wiederum sei aber durch höhere Technikkosten und Mehrkosten durch den stärkeren Dollar neutralisiert worden.

Finanzvorstand Heinz Lachinger erwartet für das Gesamtjahr eine "signifikante Ergebnisverbesserung". Dass es in Osteuropa Einbußen im Passagiergeschäft gibt, schmerzt. Auch, dass ertragbringende Kurse wie Tripolis oder Bagdad nach wie vor nicht wieder beflogen werden können. Im Atom-Abkommen mit dem Iran sieht aber auch die AUA Chancen: "Wir sind startbereit für neue Destinationen", so Lachinger.

Lufthansa mit sattem Gewinn

Billiges Kerosin und ausgebliebene Streiks haben der deutschen AUA-Konzernmutter Lufthansa von April bis Juni überraschend viel Rückenwind gebracht. Im gesamten ersten Halbjahr 2015 erzielte Europas größte Fluggesellschaft einen um Sondereffekte bereinigten Gewinn vor Zinsen und Steuern (bereinigtes Ebit) von 468 Mio. Euro, wie sie am Donnerstag mitteilte.

Das war mehr als zweieinhalb Mal so viel wie die 178 Millionen ein Jahr zuvor und deutlich mehr als von Analysten erwartet. (APA, 30.7.2015)

  • Finanziell läuft es für die AUA weiterhin nicht sehr rosig.
    foto: apa/jaeger

    Finanziell läuft es für die AUA weiterhin nicht sehr rosig.

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