Russland plant Expedition zu wiederentdecktem U-Boot-Wrack

29. Juli 2015, 17:57
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18 Mann kamen beim Untergang des U-Boots 1916 ums Leben – Wissensschafter plädiert dafür, die Fundstelle zum Gedenkort zu erklären

Moskau – Nach dem spektakulären Fund eines U-Boots vor der schwedischen Ostküste plant Russland eine Expedition zu dem Wrack. "Wir wollen den schwedischen Kollegen einen gemeinsamen Tauchgang vorschlagen", sagte Verteidigungsminister Sergej Schoigu, der auch Vorsitzender der Russischen Geografischen Gesellschaft ist.

Bei dem Wrack handle es sich wohl um das russische U-Boot "Som", das 1916 nach dem Zusammenstoß mit einem Schiff gesunken sei. Bei der Kollision waren damals alle 18 Mann an Bord des U-Boots ums Leben gekommen. "Schweden sollte die Fundstelle zum geschützten Gedenkort erklären, so ist es internationale Praxis", sagte der Wissenschafter Boris Smyslow.

Schwedische Taucher hatten das Wrack vergangene Woche gefilmt. Die schwedische Armee entschied nach einer Analyse der Aufnahmen, dass die Entdeckung zwar historische, aber keine sicherheitspolitische Bedeutung besitze. Der Fund hatte Erinnerungen an eine letztendlich vergebliche Jagd auf ein U-Boot in den Schären vor Stockholm im Oktober 2014 geweckt. Der Verdacht, es könne sich damals um eine russische Provokation gehandelt haben, konnte nie erhärtet werden. (APA, 29. 7. 2015)

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