Oberösterreich gibt 2015 rund neun Millionen Euro für Denkmalpflege aus

29. Juli 2015, 14:58
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1,5 Mio. Euro vorgezogenes Budget bis Ende 2016

Linz – Das Land Oberösterreich wird heuer voraussichtlich rund neun Millionen Euro für die Denkmalpflege ausgeben. Darin enthalten sind 1,5 Mio. Euro für vorgezogene Investitionen von Juli 2015 bis Ende 2016. Im Vorjahr wurden knapp 7,7 Mio. Euro ausgegeben. Die Denkmalpflege sei Kernaufgabe der Kulturpolitik, so Landeshauptmann Josef Pühringer (ÖVP) bei einer Pressekonferenz am Mittwoch.

Große Vorhaben, wie etwa Adaptierungen am Kulturzentrum Reichersberg, Restaurierungen in der Karmelitenkirche Linz und die Sanierung des Sängerknabenkonvikts in St. Florian, erstrecken sich über mehrere Jahre. Daneben gebe es aber auch kleinere Projekte wie Marterln, Filialkirchen und Gedenktafeln, betonten der für Denkmalpflege Verantwortliche Paulus Wall und Landeskulturdirektor Reinhold Kräter.

Zentrale Projekte der vergangenen zehn Jahre stünden in Zusammenhang mit den Landesausstellungen und der Betreuung historischer Stadtkerne. Auch das Bauvorhaben im Musikschulwesen spiele eine Rolle, denn die Musikschulen seien in der Regel in historischen Bauten untergebracht. Insgesamt 64 Millionen Euro habe man hier für 15 Projekte in die Hand genommen.

Pühringer: "Alles freiwillig"

Grundsätzlich sei Denkmalpflege Bundessache, stellte Pühringer fest: "Alles, was wir auf dem Sektor tun, ist freiwillig." Oberösterreich mache dies mit finanziellen Förderungen, fachlicher Beratung und Auszeichnungen. Die Denkmalpreise des Landes, dotiert mit je 7.500 Euro, gehen 2015 an die Pfarre Feldkirchen bei Mattighofen, das Stift Kremsmünster sowie die Stadtpfarre Traun für Sanierungsarbeiten und Michael Leimer für die Sanierung und Restaurierung der "Rieglmühle" in St. Thomas am Blasenstein.

Weiters wurden drei Anerkennungspreise von je 1.500 Euro vergeben für die Sanierungen des "Hörtenthalerhauses" in Kirchberg bei Kremsmünster, des ehemaligen Bürgerspitals in Linz und die Restaurierung der Wimhölzelgruft am Barbarafriedhof in Linz. (APA, 29.7.2015)

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