40. Filmfestival Toronto: Eröffnung mit Jean-Marc Vallees "Demolition"

29. Juli 2015, 12:57
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Mit Jake Gyllenhaal und Naomi Watts – Festival läuft von 10. bis 20. September

Toronto – Mit großen Namen begeht das Toronto International Film Festival (TIFF) sein rundes Jubiläum: Die 40. Ausgabe wird am 10. September mit der Weltpremiere von "Demolition" des kanadischen Regisseurs Jean-Marc Vallee ("Dallas Buyers Club") eröffnet, wie die Organisatoren am Dienstag mitteilten. In den Hauptrollen sind Jake Gyllenhaal und Naomi Watts zu sehen.

"Demolition" erzählt demnach vom Fall eines erfolgreichen Investmentbankers nach dem Tod seiner Ehefrau bei einem Autounfall. Ebenfalls ihre Weltpremiere feiern Ridley Scotts Weltraumdrama "The Martian" mit Matt Damon, Stephen Frears' Lance-Armstrong-Biopic "The Program" mit Ben Foster und Dustin Hoffman und "Where to Invade Next", die neueste Doku von Michael Moore.

Julianne Moore mit drei Filmen

Auch viele weitere der rund 50 nun angekündigten Filme warten mit hochkarätiger Besetzung auf. Mit gleich drei Filmen ist die erst kürzlich mit dem Oscar ausgezeichnete US-Schauspielerin Julianne Moore vertreten: dem Gleichberechtigungsdrama "Freeheld", dem Mafia-Krimi "Black Mass" und der Romanze "Maggie's Plan".

Der ebenfalls frisch Oscar-gekrönte Eddie Redmayne ("Die Entdeckung der Unendlichkeit") verkörpert die Transsexuellen-Pionierin Lili Elbe in Tom Hoopers "The Danish Girl", Helen Mirren spielt die berühmte Gesellschaftskolumnistin Hedda Hopper in "Trumbo" sowie eine Agentin im Politthriller "Eye in the Sky" und Sir Jeremy Irons ist an der Seite von Dev Patel im Biopic "The Man who Knew Infinity" zu sehen.

Deutsche Produktionen

Deutschland ist als Koproduzent gleich mehrfach in Galas und Spezialprogrammen vertreten. So feiert "Colonia", Florian Gallenbergers Thriller über die Diktatur in Chile (1973-1990) mit Daniel Brühl und Emma Watson, Weltpremiere und wird "Remember" von Atom Egoyan mit Christopher Plummer als Holocaust-Überlebender im Rahmen einer Gala gezeigt.

Sebastian Schipper gastiert mit seinem in einer Einstellung gedrehten Drama "Victoria" ebenso in Toronto wie der deutsche Regisseur Roland Emmerich, der sein Dokudrama "Stonewall" über den Beginn der Homosexuellenbewegung im Gepäck hat.

Das Internationale Filmfestival, aus dessen Programm schon oftmals Oscar-Gewinner hervorgingen, findet von 10. bis 20. September in Toronto statt. Zuletzt hatten Festivalerfolge wie "Slumdog Millionaire", "The King's Speech" oder "12 Years a Slave" danach den Oscar als bester Film erhalten. (APA, 29.7.2015)

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