Niederländische Uni entließ russischen Wissenschafter wegen Spionageverdachts

29. Juli 2015, 12:07
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Forscher hatte sich mit Quantenoptik und Nanophotonik befasst

Eindhoven – Die Technische Universität in Eindhoven hat im vergangenen Jahr einen russischen Wissenschafter wegen Spionageverdachts fristlos entlassen, wie die Uni nun mitteilte. Der niederländische Geheimdienst AIVD hatte die Universität nach einem Tipp des deutschen Verfassungsschutzes darüber informiert, dass Ivan A. ein Sicherheitsrisiko sei.

Nachdem das Außenministerium seine Aufenthaltsgenehmigung zurückgezogen hatte, war der Mann nach Russland zurückgekehrt, teilte der AIVD mit. Die Spezialgebiete von Ivan A. waren nach Informationen der Universität Quantenoptik und Nanophotonik. Dabei geht es um Grundlagenforschung etwa zur Entwicklung von ultraschnellen Computern.

Der Verfassungsschutz sei dem Mann zufällig bei der Beobachtung eines russischen Diplomaten auf die Spur gekommen, hatte zuvor das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" berichtet. Er hatte dem Blatt zufolge von 2009 bis 2011 jeweils für mehrere Monate am Max-Planck-Institut im bayerischen Erlangen geforscht. Im Juli 2014 sei er in Düsseldorf verhört worden. Gegenüber dem "Spiegel" bestritt er die Vorwürfe. (APA, 29. 7. 2015)

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