US-Regierung ernannte neuen Sondergesandten für Syrien

29. Juli 2015, 11:03
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Michael Ratney löst Daniel Rubinstein ab

Washington – Die US-Regierung hat den Diplomaten Michael Ratney zum neuen Sondergesandten für Syrien ernannt. Der frühere Generalkonsul in Jerusalem, der zuvor im Irak, im Libanon, in Marokko und in Katar diente, löst den Karrierediplomaten Daniel Rubinstein ab, wie US-Außenminister John Kerry am Montag mitteilte. Rubinstein wird seinerseits Botschafter in Tunesien.

Er war als Sondergesandter für Syrien dem früheren US-Botschafter in Damaskus, Robert Ford, nachgefolgt. Dieser hatte versucht, eine Koalition der moderaten syrischen Opposition zu schmieden, 2014 aber aufgegeben.

Kerry: "Arbeit des Vorgängers fortsetzen"

Kerry rief Ratney auf, "die wichtige Arbeit seines Vorgängers fortzuführen, um unsere Antwort auf den komplexen und verheerenden Konflikt in Syrien umzusetzen". Die US-Regierung halte weiter am Ziel eines politischen Übergangs unter Ausschluss von Präsident Bashar al-Assad fest, betonte der US-Außenminister.

Die US-Regierung plädiert für eine politische Lösung des Bürgerkriegs auf der Grundlage eines Abkommens, das im Sommer 2012 unter Vermittlung der USA und Russlands in Genf ausgehandelt worden war. Die Vereinbarung wurde bisher nicht umgesetzt. (APA, 29.7.2015)

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