Wiedersehen unter geänderten Vorzeichen

28. Juli 2015, 17:16
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Red Bull Salzburg trifft sich erneut mit Malmö FF. Auf den Sieger des Qualifikationsduells wartet nur noch eine Hürde auf dem Weg ins große Geschäft

Salzburg – Siebenmal hat Red Bull Salzburg probiert, sich für die Champions League zu qualifizieren. Siebenmal scheiterte man. Aber Salzburg gibt nicht auf, probiert es auch ein achtes Mal. Der Versuch startet am Mittwoch, 19 Uhr (Live in ORF 1 und im derStandard.at-Ticker), in Wals-Siezenheim. Gast ist Malmö FF. Man kennt sich aus dem Vorjahr. Der Sieger dieser Partie freilich hat noch nichts gewonnen. Es folgt noch das Rückspiel kommende Woche in Schweden und, um endgültig in der Königsklasse des Fußballs mitspielen zu dürfen, gilt es danach, noch eine Runde zu überstehen.

Im Vorjahr hatte Salzburg die Riesenchance gesehen. Malmö war die letzte Hürde vor der Champions League, die Hürde wurde nicht genommen. Mit 1:2 und 3:0 setzte sich Schwedens Meister durch. Jetzt also Gelegenheit für die Revanche. Die Vorzeichen freilich haben sich geändert. Red Bull Salzburg 2015 ist nicht gleich Red Bull Salzburg 2014. Mannschaftsstützen wie Alan, Kevin Kampl oder Marcel Sabitzer sind nicht mehr da, wurden nicht wirklich gleichwertig ersetzt.

Malmö ist nicht gleich Malmö

Aber auch Malmö FF 2015 ist nicht gleich Malmö FF 2014. Die halbe Startformation von damals spielt nicht mehr bei Schwedens Rekordmeister. Flügelspieler Emil Forsberg etwa kickt mittlerweile bei Salzburgs Partnerklub RB Leipzig. Markus Rosenberg aber ist noch da. Der 32-jährige Stürmer hatte Salzburg schon im Vorjahr erhebliche Probleme bereitet. In der schwedischen Meisterschaft liegt Malmö nach 17 Runden auf Rang fünf. Salzburg ist hierzulande nach dem 1:2 in Mattersburg nur Siebenter, 35 von 36 Runden stehen allerdings noch bevor. Davor kommt Malmö. Also Revanche? "So würde ich das Spiel nicht sehen", sagt Christoph Leitgeb.

Der Mittelfeldmann ist nach Knieproblemen einsatzbereit. "Das wird für beide Seiten ein komplett anderes Spiel", sagt der 30-Jährige. Peter Zeidler war vor einem Jahr noch nicht Salzburgs Trainer, Malmö ist ihm trotzdem keine Unbekannte. Das Team wurde mehrfach beobachtet. Zeidlers Erkenntnis: "Die Mannschaft weiß sehr genau, wie sie spielen will, und tritt sehr strukturiert und diszipliniert auf. Die Abläufe bei Malmö stimmen." Salzburg habe aber eine realistische Chance. "Die wollen wir nutzen."

Zuversicht

Der Norweger Valon Berisha, übrigens in Malmö geboren, sieht das nicht komplett anders, sagt: "Ich bin zuversichtlich, dass wir bereit sind, diese Hürde zu schaffen." Ein deutlicher Favorit ist nicht auszumachen. Malmös Coach Aage Hareide schiebt die Rolle den Salzburgern zu, sagt: "Sie haben den Druck." Unabhängig davon sagt Berisha: "Für uns ist es wichtig, dass wir vorne wie hinten gut stehen, keine Fehler machen und vor allem eines tun: Gas geben und gewinnen." (red, 28.7.2015)

Technische Daten und mögliche Aufstellungen der Qualifikation zur Fußball-Champions-League am Mittwoch in Salzburg – 3. Runde, Hinspiel:

Red Bull Salzburg – Malmö FF (EM-Stadion Wals-Siezenheim, 19.00 Uhr/live ORF eins, SR Banti/ITA)

Salzburg: C. Stankovic – Schmitz, Miranda, Hinteregger, Ulmer – Pires, Keita, Ch. Leitgeb, Atanga – Djuricin, Soriano

Ersatz: Walke – Caleta-Car, Lainer, Laimer, Berisha, Minamino, Reyna, Oberlin, Nielsen

Es fehlen: Schwegler (nach Mittelfußknochenbruch), Lazaro (Oberschenkel), Damari, Yabo (beide Knie), Airton (Adduktoren)

Malmö: Wiland – Tinnerholm, Arnason, Bengtsson, Yotun – Rodic, Lewicki, Eikrem, Sana – Berget, Rosenberg

Ersatz: F. Andersson – Brorsson, Felipe Carvalho, E. Adu, Rakip, Kroon, Cibicki, Djurdjic, Mehmeti

Es fehlt: Molins (Knieverletzung)

Fraglich: Bengtsson (Beinverletzung)

Rückspiel am 5. August (20.30 Uhr) in Malmö. Aufsteiger im Play-off um den Einzug in die Gruppenphase der Champions League, Verlierer im Play-off um den Einzug in die Gruppenphase der Europa League.

  • Salzburg (im Bild Martin Hinteregger) und Malmö kennen sich schon.
    foto: epa/helmut fohringer

    Salzburg (im Bild Martin Hinteregger) und Malmö kennen sich schon.

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