Verbraucher sollen Verträge bald komplett online abschließen können

28. Juli 2015, 10:18
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Berliner Startup entwickelt rechtsgültiges Verfahren

Verbraucher sollen Verträge künftig komplett online abschließen können. Ermöglichen will dies das deutsche Startup WebID Solutions, wie das Unternehmen am Dienstag in Berlin erklärte. Dafür habe das Startup ein neues Verfahren entwickelt, sagte der WebID-Solutions-Geschäftsführer Thomas Fürst.

Bisher müssen Verbraucher bestimmte Verträge unterschreiben und einschicken, damit sie rechtsgültig sind – in Zukunft können Kunden und Unternehmen wie etwa Banken demnach mit einem erheblich schnelleren Vertragsabschluss rechnen.

"Ohne Verzögerungen und lästige Laufereien"

WebID Solutions arbeitet mit sogenannten Trustcentern zusammen, die darauf spezialisiert sind, online Identitäten zu bestätigen und für Verbraucher sogenannte qualifizierte elektronische Signaturen (QES) zu erstellen. Verträge könnten so "ohne Verzögerungen und lästige Laufereien in Echtzeit abgeschlossen werden", sagte Fürst. Neben einer Identifizierung der Kunden per Video-Chat durch Mitarbeiter des Unternehmens seien dafür zusätzlich SMS- oder E-Mail-TAN-Nummern nötig, die der Kunde zugeschickt bekomme. Insgesamt brauche es für den gesamten Vertragsabschluss "nur drei Klicks".

Das Startup hat in Deutschland 2014 das sogenannte Video-Ident-Verfahren entwickelt, mit dem Verbraucher sich per Video-Chat ausweisen können, wenn sie beispielsweise ein Bankkonto eröffnen wollen. Zuvor mussten Kunden sich mit einem Personalausweis in einer Postfiliale ausweisen. Inzwischen bieten fast alle Banken in Deutschland das Video-Verfahren an. Neben WebID Solutions haben sich auch andere Startups wie WebIDnow aus München darauf spezialisiert. Auch die Deutsche Post bietet seit Mai ein eigenes Verfahren an. (APA, 28.7. 2015)

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