22 Milliarden Dollar-Markt: China hebt Verbot für Konsolen auf

28. Juli 2015, 10:07
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Hersteller dürfen nun frei verkaufen und auch in China produzieren – zuvor nur in Freihandelszone

Xbox, Wii oder PlayStation: Vor dieser Entscheidung stehen nun hunderte Millionen Chinesen. Denn die chinesische Regierung hat mit sofortigem Effekt ein Verkaufsverbot für Gaming-Konsolen aufgehoben. Die vergangenen 15 Jahre hatte es harte Regeln gegeben, da die Politik negative Effekte auf die kindliche Entwicklung befürchtet hatte. Das führte allerdings lediglich zu einem Ausweichen auf PC-, mobilen und Browser-Spielen.

Inspektionen

Ab 2014 startete die chinesische Regierung deshalb in einer speziellen Freihandelszone nahe Shanghai einen Versuchsballon für den Verkauf von Konsolen. Allerdings musste immer noch jede Konsole, die nach China verkauft wurde, einzeln inspiziert werden. Das ist jetzt vorbei, wie das Wall Street Journal berichtet. Außerdem dürfen die Hersteller nun in China produzieren.

Milliardenmarkt

Auf Nintendo, Sony und Microsoft wartet ein gigantischer Markt: Analysten schätzen, dass Chinesen jährlich rund 22 Milliarden Dollar für Spiele ausgeben – Tendenz stark steigend. Ob die Konsolenhersteller die potenziellen Kunden allerdings einfach von den nun populären Plattformen weglocken können, ist fraglich. Eine Sony-Sprecherin zeigte sich gegenüber WSJ dennoch "hocherfreut". (fsc, 28.7.2015)

Links:

WSJ

  • Ab sofort können Xbox, PlayStation und Wii China erobern
    foto: epa/ymyik

    Ab sofort können Xbox, PlayStation und Wii China erobern

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